Jäger bringen Giraffen an den Rand des Aussterbens

Giraffen in Südafrika Lediglich 100.000 Giraffen leben noch in Freiheit (© RdR/Mathias Rittgerott)

27.09.2018

In den USA floriert der Handel mit Fellen, Knochen und anderen Teilen getöteter Giraffen. Das trägt dazu bei, dass die Tierart immer näher an den Rand des Aussterbens rückt.

Hunderttausende Euro geben Käufer in den USA für Giraffen-Teile aus. Dabei geht es unter anderem um Tierpräperate, Knochen, Felle und Stiefel aus Giraffen-Leder. Rechercheure der Humane Society haben undercover 51 Händler ausfindig gemacht, die diese Teile online oder in Läden verkaufen.

Dabei bricht die Zahl der Giraffen in so erschreckendem Ausmaß ein, dass die Art seit 2016 auf der Roten Liste als bedroht (vulnerable) gilt. Innerhalb der vergangenen 30 Jahre ist die Population um 40 Prozent zurückgegangen. Neben der Zerstörung des Lebensraumes spielt auch die Jagd eine bedeutende Rolle.

Durchschnittlich werde jeden Tag eine Giraffe von Trophäenjägern in die USA eingeführt, schreiben die Autoren der Studie. Zwischen 2006 und 2015 waren es insgesamt 40.000 Teile. Erschreckend ist auch, dass Händler beteiligt sind, die bereits in illegale Geschäfte verwickelt waren.