UNO plant Attacke auf Pangoline und Nashörner

Pangolin Keine Säugetierart wird so häufig geschmuggelt wie das bedrohte Schuppentier (© Dev Lee)

08.10.2018

Gefährdet die UN-Weltgesundheitsorganisation das Überleben von Tigern, Nashörnern und Pangolinen? Die WHO will Traditionelle Chinesische Medizin anerkennen – und damit promoten. Tierschützer sind alarmiert.

Regelmäßig nehmen Ermittler in Asien Kriminelle fest, die Schuppen von Pangolinen, Tigerteile oder Rhinoceros-Horn schmuggeln. Häufig sollte die Ware in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt werden. Deshalb ist es alarmierend, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO plant, TCM anzuerkennen.

Die Methode soll in die nächste Ausgabe des Handbuchs „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD)“ aufgenommen werden. Es beschreibt tausende Krankheiten und Diagnosen und ist somit Grundlage für die Arbeit von Ärzten in mehr als 100 Ländern.

Obwohl wissenschaftlich nicht belegt ist, dass die Methoden der TCM überhaupt wirken, wird sie vermutlich weltweit einen Boom erleben. Es ist zu befürchten, dass damit auch die Nachfrage nach Teilen bedrohter Tierarten wie Klauen, Schuppen und Knochen steigt.