Weil es ihr schlecht geht: Lerche ist Vogel des Jahres 2019

Feldlerche Ökologische Landwirtschaft ohne Gifte würde uns die Feldlerche zurückbringen (© Fotonatur.de)

12.10.2018

Immer seltener hören wir den Gesang der Feldlerche – der einstige „Allerweltsvogel“ ist in Deutschland dramatisch auf dem Sinkflug, weil intensive Landwirtschaft seinen Lebensraum zerstört. Mit der Wahl zum Vogel des Jahres will der NABU der Feldlerche wieder eine Stimme geben.

Seit 1971 wählen der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern LBV den Vogel des Jahres. Die Feldlerche wurde nach 1998 nun schon zum zweiten Mal gekürt – ein Alarm-Signal:

„Diese Ehre wurde bisher nur wenigen Vögeln zuteil. Trotz aller Anstrengungen war die erste Wahl zum Vogel des Jahres leider nicht genug, um die Art zu retten. Denn der alarmierende Rückgang bei den Beständen dieses ehemaligen Allerweltsvogels setzte sich fort“, sagt Heinz Kowalski vom NABU.

Mehr als ein Drittel der Feldlerchen sind hierzulande in den vergangenen 25 Jahren verschwunden, der NABU schätzt die Zahl der Brutpaare auf 1,3 bis 2 Millionen. Die Lerche stehe aber nur stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz und Rebhuhn, denen es zum Teil noch schlechter gehe. Insgesamt sind laut Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) 118 der 248 in Deutschland brütenden Vogelarten gefährdet und stehen auf der Roten Liste.

Hauptgrund für das Artensterben sind die immer intensiver werdende Landwirtschaft –  ein Beispiel sind die Monokulturen aus Mais und Raps für Biosprit und Biogasanlagen; sie wachsen bundesweit auf fast zwei Millionen Hektar Ackerland. Die öden Industrieäcker werden nicht nur gedüngt und mit Pestiziden besprüht, sie bieten auch Tieren und Pflanzen keinen Schutz, keine Nahrung und keinen Lebensraum.

Der Einsatz von Ackergiften wie Glyphosat tötet nicht nur das „störende“ Grün. Es lässt auch keinen Halm und keine Blüte stehen und ist für den ebenso dramatischen Schwund der Insekten verantwortlich. Und wenn es keine Insekten gibt, haben auch die Vögel nichts zu fressen.

Bitte unterstützen Sie unsere Petition an die Bundesregierung gegen den Einsatz von Glyphosat.