Großbritannien verbietet den Handel mit Elfenbein

Elfenbein in Geschäft Elfenbein wird vor allem nach Asien verkauft - oft über Händler in Europa (© flickr)

21.12.2018

Gute Nachrichten für Afrikas Elefanten: Großbritannien hat ein Gesetz gegen den Handel mit Elfenbein erlassen. Nach Expertenmeinung ist es eines der strengsten der Welt. Jetzt muss endlich die EU konsequent alle Schlupflöcher schließen.

Der „Ivory Act 2018“ verbietet den Import, Export und inländischen Handel weitestgehend. Für dreizehn afrikanische Länder, die gegen Wilderei kämpfen, ist das Gesetz „ein wichtiger Moment für den Schutz der Elefanten“.

Die Staaten fordern jetzt von der EU, den Markt in der gesamten Union zu schließen. „Wir brauchen eine weltweite Aktion, um den Handel mit Elfenbein für immer zu beenden. Wir fordern andere Regierungen nachdrücklich auf, ähnlich strenge Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere die EU und Japan, zwei der wichtigsten verbliebenen legalen Märkte für Elfenbein“, schreiben Vertreter der Länder in einer Erklärung.

Die EU erlaubt den Handel mit altem Elfenbein, das aus dem Jahr 1947 oder davor stammt, und bietet damit Schmugglern Schlupflöcher. Jeder legale Handel hält zudem die Nachfrage nach Elfenbein aufrecht.

Jedes Jahr werden in Afrika rund 20.000 Elefanten gewildert. Zum Großteil für Elfenbein, das nach Asien verkauft wird.