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Die Mahuze verteidigen ihren heiligen Wald – und brauchen unsere Hilfe

Die Indigenen Papuas stehen im Kreis und beobachten ein Ritual zum Schutz des Territoriums Zeremonie für den Schutz des Waldes: Unter Fürbitten graben die Mahuze als heilige Handlung einen Raum in die Erde und pflanzen neue Setzlinge (© A. Amo)

In Indonesiens Provinz Papua greifen Agrarkonzerne nach dem Land der Ureinwohner. Präsident Widodo will dort riesige Reis- und Palmölplantagen pflanzen lassen. Entschlossen stellen sich die indigenen Mahuze den Bulldozern entgegen. Für sie ist der Wald nicht nur die Quelle ihres Lebens, sondern auch ihres Glaubens.

Die Botschaft auf dem Schild am Eingang des Urwalddorfes ist unmissverständlich: Dies ist das Land der Mahuze. Nicht der Ölpalmen!

Der Mahuze-Clan hat gute Gründe für die Warnung. Seit Jahren müssen die Waldbewohner zusehen, wie andere Clans ihr Land und ihre Lebensgrundlage verlieren. Für das „Merauke Integrated Food and Energy“-Projekt, ein gigantisches Palmöl- und Reisprogramm, wird ihr Wald zerstört. Joko Widodos Vorgängerregierung hat es begonnen, und nun wird es massiv vorangetrieben.

Mit Bestechungen, Bedrohungen und Gewalt haben die Konzerne bereits ein Viertel des Distrikts Merauke unter sich aufgeteilt.

Merauke im Südosten Papuas ist ein einzigartiges Ökosystem aus Regen- und Trockenwäldern, Sumpfgebieten, Savannen und Mangroven. In dem 45.000 km² großen Distrikt leben 70.000 Ureinwohner meist in den Wäldern. Das Mark der Sagopalme ist ihre Hauptnahrung. Sie sammeln Waldfrüchte, legen kleine Gärten an, fischen und jagen.

Die Papuas betrachten den Wald als ihre Mutter, die ihnen alles gibt, was sie brauchen. Er ist ihnen ein heiliger Ort, in dem ihre Ahnen weiterleben, ein Ort der Einheit mit der Schöpfung und den Vorfahren.

Die Konzerne ignorieren die heiligen Ahnen- und Sagowälder. Doch im Fall der Mahuze wagen sie bisher nicht, die Grenzen zu überschreiten.

„Wir Mahuze bleiben standhaft“, sagt der Clan-Älteste Xaverius Ndiken. Rettet den Regenwald unterstützt sie dabei.

„Es ist wichtig, dass sich mehr Dorfgemeinschaften gegen Landraub wehren“, so Franky von unserer Partnerorganisation PUSAKA. „In Workshops klären wir die Waldbewohner über ihre Rechte auf. Außerdem brauchen sie Einkommensquellen, damit sie nicht auf die falschen Versprechungen der Palmölfirmen hereinfallen.“ Wir sammeln Spenden für Setzlinge (Sagopalmen, Urwaldbäume), Workshops, Transportkosten und eine Kamera zur Dokumentation gegen Landraub.

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