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Sulawesi: Erdbeben und Tsunami

von Tsunami zerstörte Brücke bei Palu Mangrovenwälder hätten den Tsunami gebremst! (© Syahrudin Ariestal) Erdbeben und Tsunami in Sulawesi zerstörten die Infrastruktur. Nachdenken nach dem Tsunami: Lasst den Sand an den Küsten und das Gold im Berg! (© Syahrudin Ariestal)

Erdbeben und Tsunami vom 28. September 2018 haben die Stadt Palu und den Distrikt Donggala auf Sulawesi, Indonesien, zerstört. Unser Partner JATAM hat Nothilfe geleistet mit dem Bau von umweltschonenden Toiletten in den Flüchtlingslagern. Der Widerstand gegen Sandraub, Goldgräber und Nickelminen geht weiter.

„Wir leben.“ Eine Woche nach Erdbeben und Tsunami auf Sulawesi erreichte uns endlich die erste Nachricht von unseren Partnern in Palu.

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am 28. September um 18.02 Uhr einen Tsunami ausgelöst. Die Stadt Palu und der Distrikt Donggala sind noch verwüstet. Ganze Ortschaften sind unter Schlamm- und Steinmassen begraben, Brücken eingestürzt, Straßen unpassierbar. Die Nothilfe rollte langsam an, indonesische NGOs verteilten dringend benötigte Lebensmittel, Trinkwasser und Hygieneartikel.

Telefon und Internet funktionieren jetzt wieder. „Wir hausen noch im Zeltlager“, schreibt Etal, Direktor unserer Partnerorganisation Jatam. „2104 Leichen sind bisher gefunden worden, Tausende Menschen werden noch vermisst. Uns fehlt es an allem. Die Lage ist dramatisch, doch wir sind voller Mut.“

Sulawesi liegt auf dem „Feuerring“, wo Kontinentalplatten aufeinanderstoßen. Erdbeben sind häufig. Doch die Auswirkungen des Erdbebens sind dramatischer, als die eigentlich geschützte Lage an der Palu-Bucht erklären könnte.

Noch fehlen Analysen für die Gründe, doch Jatam ist überzeugt: Die aggressive Ausbeutung der Ressourcen der letzten zehn Jahre hat die Folgen des Tsunamis für die Menschen und die Ortschaften verschärft.

Seit vielen Jahren wehrt sich Jatam gegen die Zerstörung der Wälder, Küsten und Meere durch Bergbau. Die Berge sind reich an Gold und Nickel, die Küsten ein Schwerpunkt der Sandmafia.

Die gesamte Küste wird für Sand und Kiesel abgebaggert. Die schützenden Mangrovenwälder sind längst abgeholzt. Große Schiffe, beladen mit Sand oder Nickel, ruinieren den Meeresboden. Oberhalb Palus schürfen Tausende Goldgräber illegal in einem Naturschutzgebiet; sie verwenden Quecksilber, das massenhaft den Berg herunterrinnt.

Doch: "In den Wochen nach dem Tsunami haben wir in den Flüchtlingslagern einfache Toiletten und Badestellen gebaut. Ökologisch und umweltschonend", erklärt Etal.

"Dafür brauchen wir noch etwa 5.000 Euro, für einen Brunnen und ein großes Wasserbecken."

"Unser Büro müssen wir auch noch reparieren, die Schlamm- und Wasserstellen trocknen. In Eigenleistung schaffen wir das mit 1.500 Euro", rechnet Etal.

"Der Tsunami zeigt, wie wichtig Naturschutz ist. Und wie notwendig unser Widerstand gegen die Raffgier ist, die unsere Lebensgrundlagen vernichtet. Dass Küsten nicht ungestraft zerstört werden dürfen. Dass ungebremster Abbau von Sand, Kieseln und Mineralien zum Kollaps führt."

Bitte helfen Sie Etal und seinen KollegInnen in ihrem Einsatz für eine umweltschonende Nothilfe im Katastrophengebiet!

Unterstützen sie JATAM im Kampf gegen Naturzerstörung durch Bergbau!

Wir sammeln Spenden für die aktuelle Nothilfe und den Wiederaufbau der Anti-Bergbau-NGO JATAM.

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