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Brasilien: Die Cerrado-Savanne schützen helfen

Ein Ameisenbär guckt aus einer Astgabel hervor Ameisenbär (Südlicher Tamandua - Tamandua tetradactyla) im Cerrado in Brasilien (© Angelika Hofer)

Nach dem Amazonasregenwald ist die Cerrado-Savanne flächenmässig das zweitgrößte Ökosystem Brasiliens - und fast ebenso reich an Artenvielfalt. Doch der Bedarf nach Soja und Eukalyptusholz bedroht die Natur und ihre Einwohner. Die Umweltorganisation Forum Carajas organisiert den Schutz des Cerrado.

Im Bundesstaat Maranhão im Nordosten Brasiliens dominieren die tropischen Savannen des Cerrado. Sie sind der Lebensraum von seltenen Tieren wie dem Mähnenwolf, Weißbüschelaffen und dem Laufvogel Nandu. Die Umweltvereinigung Forum Carajas kämpft zusammen mit den Einwohnern für den Erhalt dieses sehr artenreichen Ökosystems, das vor allem durch die Ausweitung von Soja- und Eukalyptusplantagen für die Produktion von Tierfutter, Zellulose und Heizpellets bedroht ist.

Seit 2007 ist das Forum Carajas in der Region Baixo Parnaiba nahe der Atlantikküste in zwölf Bezirken mit fast hundert Dörfern aktiv. Mit Spendengeldern von Rettet den Regenwald arbeitet die Organisation im Gemeindebezirk Burití. Die Menschen sind zumeist sehr arm, haben aber mit ihrer traditionellen Lebensweise die Natur des Cerrado weitgehend erhalten. Doch Großgrundbesitzer, Plantagenfirmen, Landspekulanten und Politiker habe es auf das Land der Kleinbauern abgesehen.

„Wir haben Treffen mit den Dorfgemeinschaften, mit Ratsmitgliedern und Staatsanwälten organisiert und haben schließlich erreicht, dass ein Gesetz gegen die Abholzung in Buriti verabschiedet wurde. Bereits abgeholzte Flächen in Buriti und benachbarten Santa Quitéria forsten wir wieder auf“, berichtet Mayron Regís. Weiterhin überwacht die Organisation die Introvini-Gruppe, eine der großen Sojafirmen, deren Umweltlizenz sie angefochten hat.

Nun drängt der Sojaanbau in den Süden von Maranhão und bedroht das anerkannte Indigenen-Reservat Porquinhos. Außerdem will die Regierung des Bundesstaates eine Landstraße durch das Gebiet bauen. „Wir wollen auch dort dringend die Einwohner unterstützen“, erklärt Mayron das nächste Ziel des Forums Carajas.

Mit Spendengeldern von Rettet den Regenwald will das Forum Carajas den

  • Widerstand der Einwohner gegen die Ausbreitung der Soja-Monokulturen im Cerrado unterstützen,

  • Gesetzesvorschläge unterbreiten, die die Abholzung des Cerrado und den Einsatz von Pestiziden verbieten,

  • Kommunale Foren organisieren, um Umweltthemen zu diskutieren,

  • Ausschüsse für die Wassereinzugsgebiete und Bewirtschaftung der Wasserressourcen bilden,

  • die umweltfreundliche Bewirtschaftung der Gebiete traditioneller Dorfgemeinschaften sowie die Erweiterung und den Schutz indigener Reservate unterstützen,

  • neue Schutzgebiete schaffen,

  • Agrarökologie und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen fördern und

  • die Aktivitäten zur Verteidigung der Gebiete über soziale Netzwerke und Informationskanäle verbreiten.

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