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Den Wald der Paradiesvögel und Baumkängurus in Papua retten

Baumkänguru in Papua Baumkängurus sind selten geworden (© CraigRJD/istockphoto.com) Paradiesvogel (Paradisaea Raggiana) Paradiesvögel gelangen in den internationalen Handel (© feathercollector/iStock) Ein Fluss schlängelt sich durch den Regenwald. Der Digoel-Fluss mäandert 525 km durch den Süden von Papua (© Richard Mahuze) Abholzung für Palmölplantage von PT Digoel Agri in Papua 2020: Kahlschlag für die größte Ölpalmplantage der Welt (© Pusaka)

Die Regenwälder in Papua erleben einen ungeahnten Ansturm von Holz-, Palmöl- und Bergbaufirmen. Landraub und Kahlschlag nehmen massiv zu. Die einheimischen Papua verlieren mit dem Wald ihre Lebensgrundlage. Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation PUSAKA wehrt sich gegen Abholzung und Landraub.

Marius Betera hat sich jahrelang gegen eine Palmölfirma gewehrt. Es ging um den Wald seiner Ahnen, den die Firma abholzen und mit Ölpalmen bepflanzen will. Bis er am 16. Mail 2020 von einem Polizisten schwer verprügelt wurde und wenige Stunden später in einem Krankenhaus verstarb, nach Angaben des Papuarates vermutlich an den Folgen der Schläge.

Sein Naturerbe liegt in Papua, dem indonesischen Teil der Insel Neuguinea. Die indigenen Papua betrachten den Wald als ihre Mutter, die ihnen alles gibt, was sie brauchen. Das Mark der Sagopalme ist ihre Hauptnahrung. Sie sammeln Waldfrüchte, legen kleine Gärten an, fischen und jagen. Der Regenwald ist ihnen ein heiliger Ort, in dem ihre Ahnen weiterleben, ein Ort der Einheit mit der Schöpfung und den Vorfahren.

Das Problem

Immer mehr Plantagenfirmen siedeln sich in Papua an, seit die Regenwälder in den tiefen Lagen Sumatras und Borneos ausgeplündert sind. Das bedeutet: die letzten großen Regenwälder in Südostasien sind in höchster Gefahr! Wälder, in denen die prächtigen Paradiesvögel und die Baumkängurus leben, deren Artenvielfalt jedoch bis heute weitgehend unbekannt ist. Auch die Vielfalt der menschlichen Kulturen und Sprachen ist überwältigend.

Jetzt drohen all diese einzigartigen Natur- und Kulturschätze unterzugehen, weil der Wald für Tropenholz und Mega-Landwirtschaftsprojekte in rasantem Tempo abgeholzt wird. Tausende Quadratkilometer Regenwald wurden bereits gerodet – gegen den Widerstand der indigenen Waldbewohner.

Marius Betera musste zusehen, wie andere Clans ihr Land und ihre Lebensgrundlage verlieren. Für riesige Holzeinschlagsgebiete, Millionen Hektar neue Ölpalmplantagen oder für ein gigantisches Palmöl- und Reisprogramm. Die indonesische Regierung treibt mit angeblich legalen Programmen die „Erschließung“ der Wälder Papuas voran, in deren Schlepptau auch viele illegale Abholzer vorrücken. Jetzt soll in Papua sogar die weltgrößte Ölpalmplantage entstehen, und das in einem Gebiet, das heute noch intakter Regenwald ist.

Die Lösung

„Internationale Aufmerksamkeit kann die neuen Abholzungen stoppen!“ hofft Franky von unserer Partnerorganisation PUSAKA. „Die Welt muss verstehen, wie wichtig Papua für die Artenvielfalt und das Klima ist und auf die indonesische Regierung und die Industrie einwirken.“

PUSAKA heißt Erbe. Der Name betont den Willen, das Naturerbe Wald, von dem die Papua leben, zu erhalten und an ihre Kinder und Enkel zu vererben. Papuas Wald ist nicht nur für die Ureinwohner wichtig, sondern für die gesamte Erde.

„Die Dörfer wehren sich gegen Landraub“, so Franky. „Wir unterstützen die Waldbewohner mit Sachverstand, juristischem Beistand und Kampagnen. Außerdem brauchen sie Einkommensquellen, damit sie nicht auf die falschen Versprechungen der Palmölfirmen hereinfallen.“

Wir sammeln Spenden für den Widerstand gegen die Vernichtung der Regenwälder von Papua, für Setzlinge (Sagopalmen, Urwaldbäume), Workshops, Transportkosten und Ausrüstung zur Dokumentation von Landraub.





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