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Bergregenwälder in Ecuador brauchen Schutz

Bromeliengewächs © Andreas Kay/CC BY-NC-SA 2.0 Ein Frosch sitzt auf einem Blatt © Morley Read Ein Jaguar lauert hinter einem Baumstamm © murraycooperphoto

Die Bergregenwälder in den Anden im Norden Ecuadors beherbergen eine enorme Artenvielfalt. Doch die ecuadorianische Regierung und ausländische Firmen planen den Abbau von tief im Gestein lagernden Bodenschätzen wie Gold und Kupfer. Mit Spenden unterstützen wir die Arbeit von Umweltgruppen und der Einwohner:innen zum Schutz der Natur.

Immer wieder greifen internationale Bergbaufirmen gemeinsam mit dem ecuadorianischen Staat nach den unter den Bergregenwäldern im Norden des Landes lagernden Gold- und Kupfervorkommen. Weite Teile der Bergregenwälder sollen riesigen Tagebauminen weichen und die Flüsse zum Abtransport toxischer Minenabwässer dienen.

Die dort lebenden Menschen wehren sich erfolgreich gegen die Pläne. Sie haben sich organisiert und in Initiativen wie OMASNE (Observatorio Minero Ambiental y Social del Norte del Ecuador) zusammengeschlossen. Die Gruppe untersucht und dokumentiert die Bergbauprojekte, organisiert Workshops und Versammlungen in den betroffenen Gemeinden, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung und geht auch vor Gerichten mit Erfolg gegen die Bergbauvorhaben vor.

Rettet den Regenwald unterstützt die Arbeit von OMASNE mit Spendengeldern sowie Netzwerk- und Kampagnenarbeit. Gemeinsam konnten wir die Bergbauprojekte bisher verhindern, doch die Arbeit geht weiter. Sie kostet nicht nur viel persönlichen Einsatz, sondern auch Geld um Fahrten zu Treffen, Demonstrationen und Gerichtsterminen zu ermöglichen, Anwälte zu bezahlen, Informationsmaterialien anzufertigen und Workshops durchzuführen sowie eine kleine Forschungsstation in Los Cedros zu betreiben.

Los Cedros: Erfolg vor Verfassungsgericht Ecuadors

Die Einwohner:innen, die Gemeinde Cotacachi und OMASNE haben erfolgreich vor lokalen Gerichten gegen die Bedrohung des Schutzwaldes Los Cedros (Bosque Protector Los Cedros) durch geplante Gold- und Kupferminen geklagt – und gewonnen. Da sich die staatlichen Behörden weigerten, die Urteile anzuerkennen, mussten sie die Klagen bis zum Verfassungsgericht von Ecuador tragen.

Im Dezember 2021 ordnete das höchste Gericht des Landes an, dass alle Bergbaugenehmigungen, die Los Cedros betreffen, aufgehoben werden müssen. Darüber hinaus dürfen im Wald keine Aktivitäten durchgeführt werden, die gegen die in der ecuadorianischen Verfassung verankerten Rechte der Natur verstoßen.

Das ist ein Riesenerfolg, den wir im Dezember 2021 mit den lokalen Umweltschützern:innen gefeiert haben. Neben unseren Spendengeldern hat auch eine gemeinsame Petition an das Verfassungsgericht beigetragen, an der 117.000 Menschen aus aller Welt teilgenommen haben.

Die Gerichtsverfahren gegen die Minenprojekte in Los Cedros haben drei lange Jahre gedauert, die zum großen Teil auch mit der Pandemie zusammenfielen. Währenddessen hat die Regierung in den umliegenden Waldgebieten weitere Bergbaukonzessionen erteilt. Der Kampf der Menschen für die Natur geht also weiter, und der Erfolg vor dem Verfassungsgericht macht ihnen Mut.

Nun ist es wichtig, die bereits eingeleiteten Aktivitäten und Prozesse fortzusetzen, um die Bergregenwälder mit ihrer enormen Biodiversität zu erhalten, das Klima zu schützen sowie die Achtung der Menschenrechte und der Lebensgrundlagen der angestammten Bewohner sicherzustellen. Dafür bittet OMASNE um weitere Spendengelder.

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