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Bergbau: Gemeinsam unterstützen wir den Widerstand unserer Partner

Protestaktion gegen Bergbau JA zum Leben - NEIN zu Bergbau (© Viviana Sanchez) MINE Madagaskar Bergbau vernichtet Regenwald. Luftbild auf Mine in Madagaskar (© Google Earth 2022) Protest gegen Bergbau in Panama während der COVID-19 Pandemie Während der Covid-19 Pandemie breitet sich Bergbau aus (© Radio Temblor) Sulawesi-Koboldmaki, Indonesien Der Koboldmaki auf Sulawesi ist durch Bergbau bedroht (© Rhett A. Butler/mongabay.com) Aktion von Walhi Süd-Sulawesi auf der Mine von PT Vale Indonesia Rettet den Regenwald von Süd-Sulawesi! (© WALHI Sulsel) Nickelmine Sulawesi Abraum und Tailings zerstören Küsten und Meeresfauna (© Moh. Taufik / JATAM Sulteng)

An vielen Orten auf unserer Erde zerstört Bergbau Regenwald, Artenvielfalt und indigene Gemeinschaften. Die globale Nachfrage nach Metallen, Mineralien und Sand hat verheerende Folgen für Menschen und Natur. Widerstand ist gefährlich. Partner von Rettet den Regenwald brauchen Ihre Unterstützung bei der Verteidigung des Regenwaldes.

Der Regenwald, seine Bodenschätze und seine Menschen

„Der Regenwald spendet Wasser und Nahrung. Er schützt vor Erdrutschen und Überschwemmungen. Er ist Lebensraum für die Indigenen, für ihre Kultur und ihre Verbundenheit mit der Natur“, erklärt Amien von unserer Partnerorganisation Walhi. Doch der Wald und die Lebensweise der Indigenen auf der indonesischen Insel Sulawesi sind in akuter Gefahr. Denn unter dem Boden des Regenwaldes liegen wertvolle Rohstoffe. Zum Beispiel Nickel für die Stahlindustrie und die Elektromobilität. Das heißt, die notwendige Energiewende ist nicht im Interesse der Natur und der Menschen im globalen Süden.

Im Gegenteil: Der Wald wird systematisch und rasant abgeholzt, um an das begehrte Erz zu kommen. Die Menschen werden nicht gefragt. Wenn sie protestieren, erleben sie oft Gewalt. Indigene sitzen im Gefängnis, weil sie ihren Wald schützen wollen und ihre Kultur vor der Vernichtung sehen. Nicht zuletzt geht es um das reine Überleben, wenn sie von Bergbau-Konzernen Selbstverständliches fordern: ein menschenwürdiges Leben statt Zerstörung der Wälder, sauberes Trinkwasser statt verseuchter Flüsse und Meere und die Respektierung der Menschenrechte. „Für Rohstoffe wird sehr viel Wald auf dem Land der Indigenen abgeholzt“, erklärt Amien. „Dabei sind die Menschen vom Wald abhängig."

Das können Sie tun

Spenden fließen in Ausbildung, Information, Rechtsbegleitung und Waldschutz. Mit Ihrem Beitrag kann Rettet den Regenwald e.V. betroffene Menschen unterstützen im Einsatz für ihr Recht, NEIN zu Bergbau und der damit verbundenen Zerstörung sagen und sich für das Leben und die Natur einzusetzen.

Der Raubzug nach Rohstoffen macht vor keiner Weltregion halt. In Brasilien dringen unzählige Goldsucher und Bergbaufirmen in den Amazonasregenwald. Dort wehren sich ganze Dörfer gegen das Eindringen von Goldsuchern und Bergbaufirmen. Doch die werden von Polizei und Militär gedeckt. „Wir sind massiven Bedrohungen und extremer Gewalt ausgesetzt. Seit 2015 wurden zwei Dörfer überfallen und 15 Menschen ermordet“, berichten die indigenen Kaapor aus Brasilien.

In Afrika bohren internationale Konzerne nach wertvollen Rohstoffen. Nicht nur die Einheimischen werden übergangen, auch die großen Primaten - die Schimpansen, Bonobos und Gorillas - sind in Gefahr.

Partner im Widerstand gegen Bergbau

„Unsere Hoffnung liegt auf den Frauen“, sagt Amien. „Sie leiden am meisten unter dem Verlust der Regenwälder.“ Weil die Bedrohung die ganze Insel erfasst, haben sich verschiedene Umweltgruppen in einer Allianz verbündet. Gemeinsam bilden sie indigene Frauen zu Waldschützerinnen aus. Diese patrouillieren systematisch im Wald und erfassen jede illegale Aktivität.

Denn zu den Dutzenden offiziell genehmigten Bergbauunternehmen kommen zahlreiche andere Firmen, die illegal Nickel abbauen oder durch Abholzung vollendete Tatsachen schaffen. Der Widerstand aber ist gefährlich, denn mächtige Politiker und Militärs sind am Nickelabbau beteiligt. Ein Weg, die Umweltzerstörung zu stoppen, führt über die Justiz. Unser langjähriger Partner Jatam bringt korrupte Politiker und Unternehmen vor Gericht. Es ist ein Kampf gegen einen Drachen, denn kaum ist ein Kopf abgeschlagen, wächst ein anderer nach.

Auf globaler Ebene unterstützen wir das Netzwerk „Yes to Life – No to Mining“. Viele der Gruppen wehren sich mit Mut und Verzweiflung gegen die aggressive Bergbauindustrie. Sie stehen ein für das Recht, Nein zu sagen, im Bewusstsein, dass wir Menschen Teil der Natur sind.

Von der zunehmenden Ausbeutung der Ressourcen sind besonders kleine Gemeinschaften in den Regenwäldern des globalen Südens betroffen. Ihr Widerstand ist so vielfältig wie die Probleme. Er reicht von Aufklärungsarbeit und Petitionen über Proteste gegen Bergbau, zu Landbesetzungen, intensiven Recherchen und Klagen bis hin zur Einforderung der Waldrechte. Rettet den Regenwald unterstützt verschiedene Gruppen und regionale Netzwerke, weil diese die besten Waldschützerinnen sind.

Die Ursachen

Rohstoffe sind auf dem Weltmarkt heiß begehrt. Der Wettlauf um die Ressourcen, die Metalle, Erze, Kohle, Phosphate hat im beginnenden 21. Jahrhundert an Fahrt aufgenommen. Viele dieser Ressourcen finden sich in Regenwaldgebieten – und landen letztendlich auf dem globalen Markt, hauptsächlich in Nordamerika, China und Europa. Der steigende Verbrauch dieser Rohstoffe übt starken Druck auf die Wälder aus. Die Menschen in den Regenwaldgebieten sind folglich in ihrer Existenz bedroht. Sie werden kaum gefragt. Das Recht der indigenen Völker auf freie, vorherige und informierte Zustimmung wird mit Füßen getreten. Sie verlieren ihre Existenz, wenn sie nicht mehr vom Wald leben können, ihre Felder und Gärten verlieren und wenn die Meere und Gewässer durch Gifte und Abraum verschlammt und verseucht sind.

Viele verlieren ihr Leben. Im letzten Jahrzehnt sind um die 300 Umweltschützer:innen ermordet worden, weil sie sich gegen Bergbau auf ihrem Land eingesetzt haben. Sie sehen sich mächtigen Konzernen, skrupellosen Politikern oder Kriminellen gegenüber. Mitverantwortlich sind auch die Lieferanten und die Firmen, die die Rohstoffe verkaufen oder verarbeiten – letztendlich der steigende Konsum.

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