Jährlich 3 Prozent weniger Wald iun Nigeria

Schneise im Cross River Nationalpark Sogar im Nationalpark werden Schneisen geschlagen (© Rettet den Regenwald / Mathias Rittgerott)

02.05.2018

In Nigeria schlagen Umweltschützer Alarm: Im Bundesstaat Cross River, wo es noch nennenswerte Dschungelreste gibt, schrumpft der Wald jedes Jahr um 3 Prozent. Seit der Jahrtausendwende beschleunigt sich die Entwaldung sogar.

Zwischen 2007 und 2014 gingen dem Bundesstaat im Südosten Nigerias jährlich 23.900 Hektar Wald verloren, im gleichen Zeitraum davor waren es lediglich 5.700 Hektar pro Jahr. Die Rate stieg von 0,67 auf 2,95 Prozent. Hauptursache für die Entwaldung ist die Landwirtschaft.

Die Zerstörung der letzten Wälder Nigerias können weiter beschleunigt werden, sollte eine geplante Autobahn durch den Cross River Nationalpark gebaut werden, die seit drei Jahren geplant wird. Viele Einheimische wehren sich gegen das Megaprojekt, unterstützt von Rettet den Regenwald.

Beunruhigend ist, dass die Regenwälder zerstört werden, obwohl die Vereinten Nationen den Waldschutz im Rahmen des REDD-Programms unterstützen.