Benoa-Bucht auf Bali ist gerettet!

Demo in Bali Gegen künstliche Inseln in der Benoa-Bucht auf Bali! Keine Lügen von Meeresschutz! (© ForBALI)

27.08.2018

Die Benoa-Bucht auf Bali bleibt Schutzgebiet. Der jahrelange Widerstand gegen Landgewinnung im Meer hat Erfolg. Die künstliche Luxusinsel wird nicht gebaut.

"Danke, danke allen, die unseren Widerstand gegen die künstliche Luxusinsel in der Benoa-Bucht auf Bali unterstützt haben!" Fünf Jahre lang hat ForBALI, gemeinsam mit Umweltschützern, Künstlern und Einwohnern Balis, gegen das Projekt gekämpft. Jetzt feiern sie den Sieg: Die Benoa-Bucht mit ihrer Meeresfauna bleibt geschützt. Die künstliche Luxusinsel wird es nicht geben.

Bali ist die beliebteste Ferieninsel Indonesiens, mit fast 100.000 Betten in Tausenden Hotels und Ferienbungalows. Für alle Preisklassen ist etwas dabei, angefangen von Rucksacktouristen bis hin zu Königen und Rockstars. Die südliche Halbinsel Nusa Dua hat bereits einige 7-Sterne-Hotels.

Tourismus bringt Geld – doch mit Geld können die negativen Auswirkungen kaum kompensiert werden. Trinkwasser ist knapp geworden auf der Insel. Die Verschmutzung der Küsten und Meere mit Plastikmüll ist legendär. Taucher sehen heutzutage mehr PET-Flaschen als Korallenfische. Mangrovenwälder mussten Hotelanlagen weichen. Zum Glück stehen einige Küstenabschnitte und Buchten unter Naturschutz, zum Beispiel die Benoa-Bucht.

Ausgerechnet hier wollten Investoren eine künstliche Insel aufschütten. Das Projekt hätte die Mangroven, Korallenriffe und Seegraswiesen endgültig zerstört. Nicht zuletzt hätten die lokalen Fischer ihren Lebensunterhalt verloren.

Die Behörden haben letztendlich keine Umweltgenehmigung erteilt, weil der Widerstand unglaublich stark war. Fast täglich gab es Proteste. Unsere Petition mit mehr als 50.000 Unterschriften hat der Widerstandsbewegung mehr Gewicht verliehen.

Landgewinnung (land reclamation) für künstliche Inseln boomt in Indonesien. Das bedeutet doppelte und sogar dreifache Umweltzerstörung. Sand und Gesteine ganzer Küsten werden von einer gewissenlosen Sandmafia abgetragen, zum Beispiel in Sulawesi. Woanders werden mit diesen Materialien Meeresökosysteme zerstört. Und schließlich mit Zement und Beton zugeschüttet.

Bitte unterschreiben Sie daher unsere Petition gegen Sandraub auf Sulawesi.