Mit dem Radio den Widerstand ausweiten

Ein kleiner Junge steht neben einem Bulldozer auf einer bereits gerodeten Fläche im Regenwald Bulldozer haben eine 100 Meter breite Schneise geschlagen (© Tunde Morakinyo)

19.05.2016

Der Widerstand gegen den Bau eines Highways durch Nigerias Regenwälder wächst. Umweltschützer informieren immer mehr Dörfer, dass der Wald in Gefahr ist. Jetzt planen sie Beiträge im Radio, um auch die Bewohner entlegener Siedlungen zu erreichen. Darüber hinaus organisieren die Aktivisten Treffen von Ortsvorstehern.

Auch juristisch wehren sich die Einwohner gegen den Straßenbau im Bundesstaat Cross River State. Sie haben bereits eine Rechtsanwältin dafür gefunden. Mit GPS-Daten wollen sie belegen, dass Bulldozer auch Gemeindewald zerstören.

Aus einigen Bauabschnitten seien Maschinen zwar weggebracht worden, vermutlich lediglich wegen technischer Probleme, berichten Umweltschützer. Zugleich seien Stämme wirtschaftlich wertvoller Bäume verladebereit am Rand einer 100 Meter breiten Schneise abgelegt worden. Damit wird offenbar gegen eine Anordnung des Ministeriums verstoßen, die Arbeiten einzustellen.

Die Aktivisten berichten auch von Menschenrechtsverletzungen, beispielsweise von der Begegnung mit einer verwitweten Mutter von sieben Kindern, die bereits ihr Land und ihre Lebensgrundlage durch die Bulldozer verloren hat.

Für den Kampf für die Regenwälder am Cross River bitten die Einheimischen um Ihre Unterstützung: Bitte unterschreiben Sie unsere Petition und spenden Sie.