Perus Regenwald nicht abholzen, Herr Klima-Präsident!

Zwei peruanische Bauern blicken auf eine Rodung, auf der Ölpalmen gepflanzt werden sollen. Für Palmöl-Plantagen werden in Peru großflächig Regenwälder gerodet (Foto: Mathias Rittgerott/Rettet den Regenwald) (© RdR)

11.07.2014

Der Gastgeber der nächsten UN-Klimakonferenz droht Champion der Abholzer und Umweltzerstörer zu werden. Perus Staatschef Ollanta Humala Tasso will in Kürze ein Gesetz unterschreiben, das Unternehmen bei der Ausbeutung und Zerstörung der Natur in seinem Land nahezu freie Hand lässt. „Er schwadroniert von Klimaschutz und öffnet mehr Abholzung und Ausbeutung der Umwelt Tür und Tor“, sagt Reinhard Behrend von der Umweltschutzorganisation „Rettet der Regenwald“: „Als Gastgeber des Weltklimagipfels im Dezember muss Präsident Humala Tasso die Waldvernichtung sofort stoppen. Es ist eine Schande, über Klimaschutz zu debattieren, während die Motorsägen kreischen!“

In Peru werden schon heute immer größere Regenwaldflächen für Palmölplantagen gerodet. Manche der Rodungen sind auf Satellitenbildern zu erkennen. „Die Einheimischen kämpfen verzweifelt um ihr Land. Kahlschläge fressen sich jeden Tag tiefer in den Regenwald“, sagt Angelika Kotzur, die am Amazonas lebt und Rodungen mit eigenen Augen beobachtet: „Die Methoden, mit denen Firmen Flächen in Beschlag nehmen, sind äußerst zweifelhaft.“

Demo: 14.7., 13:30 Uhr, Pariser Platz (Berlin)

Das neue Gesetz 3627/2013-PE stellt nun eine weitere Bedrohung für die Regenwälder dar. Es würde die Ausweisung von Naturschutzgebieten erschweren, Umweltstandards senken, Umweltverträglichkeitsprüfungen verwässern und die Befugnisse des Umweltministeriums beschneiden. 107 Umweltschutzorganisationen aus aller Welt fordern in einem Brief vom peruanischen Präsident, das Gesetz nicht zu unterschreiben.

Ollanta Humala Tasso ist zum sogenannten „Petersberger Klimadialog“ in Berlin. Umweltschützer von „Rettet den Regenwald“ demonstrieren dort - 14.7., ab 13.30 Uhr, Pariser Platz - gegen Waldvernichtung in Amazonien. Mehr als 130.000 Menschen haben bisher eine Petition gegen die grassierende Waldvernichtung in Peru unterzeichnet.

Hinweise für Journalisten:

Demonstration in Berlin: 14.7., ab 13:30, Pariser Platz (Mittelinsel), Berlin

Kontakt: Mathias Rittgerott, Pressesprecher: 0170 81 18 516, mathias.rittgerott@regenwald.org

Gerne stellen wir Ihnen Fotos aus Peru zur Verfügung: Kathrin Heidtmann, 040/410 380 47

Gern nehmen wir Sie auf unseren Presseverteiler auf.

Über ein Belegexemplar Ihrer Publikation würden wir uns sehr freuen: Rettet den Regenwald, Jupiterweg 15, 22391 Hamburg