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Regenwald Report 03/2013

Aktuelle Meldungen


Ecuador muss Frist für Auktion verlängern

Kaum Interesse an der Ölsuche

Drei Millionen Hektar Amazonas-Regenwald und Indianerland hat die Regierung von Präsident Correa im Herbst 2012 für die Suche nach dem schwarzen Gold ausgeschrieben. Nun musste die Bieterfrist mangels Interesse zum zweiten Mal verlängert werden, bis Ende November. 

Das liegt nicht zuletzt am Widerstand von Indianern und Umweltschützern: Sie haben die Ölindustrie aufgefordert, nicht an den Bieterverfahren teilzunehmen, weil die Bohrungen die Landrechte von mindestens sieben indigenen Völkern verletze. „Unsere Völker werden nicht ruhen, bis die Ölversteigerung endgültig gestoppt ist“, so ein Indianerführer gegenüber The Wall Street Journal. Rettet den Regenwald unterstützt die Indianer mit einer Petition, an der schon fast 70.000 Menschen teilgenommen haben.

 

Menschenkette gegen Hühnermast in Wietze

Schließt die Tierfabriken!

Stoppt die Hühner-Mast und die Regenwaldzerstörung – in jedem Kilo Hühnerfleisch stecken knapp 500g Sojaschrot! Eine Demo und Umzingelung von Europas größtem Geflügelschlachthof am Samstag, 31.8., sind der Höhepunkt des Sommercamps, das vom 28.8 – 1.9. in Wietze/Niedersachsen stattfindet. Podiumsdiskussionen und ein buntes Workshop-Programm zu Geflügelwirtschaft, Agrar-Industrie und Esskultur erwarten euch. Infos auf der Website www.wir-haben-es-satt.de

 

UN-Beauftragter fordert bei Panama-Besuch

Achtet die Rechte der Indigenen!

Im Juli bekam die Gemeinschaft der Ngöbe-Buglé im Tabasará-Flusstal Besuch aus New York: James Anaya, UN-Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker, wollte sich selbst ein Bild machen über das zerstörerische Staudamm-Projekt. Damit reagierte Anaya auf eine Petition von Rettet den Regenwald und anderen Organisationen. Panama müsse die Rechte seiner Ureinwohner achten und das Abkommen Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation ratifizieren – wie die meisten Länder Südamerikas es bereits getan haben, so Anaya.

 

Boykott und Gesetze haben Erfolg

Weniger Tropenholz in die EU

In die EU wurden laut International Tropical Timber Org. im ersten Quartal 2013 bis zu 25 Prozent weniger Tropenhölzer importiert. Gründe für den Rückgang sind die geringere Nachfrage und die neue EU-Handelsverordnung. Danach werden Einfuhr und Handel mit illegalen Hölzern bestraft.

 

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