Gerettet! 250 Bergbaufirmen auf Sulawesi geschlossen

Hornvogel, Kuskus, Anoa und Maleo sollen auf Sulawesi überleben Hornvogel, Kuskus, Anoa und Maleo sollen auf Sulawesi überleben (© Dennis Irrgang (CC-BY-2.0))

18.08.2016

Bergbaufirmen müssen schließen, die Behörden ermitteln, der Regenwald und seine Bewohner können verschnaufen - ein großer Erfolg für unseren Partner JATAM. Hornvogel, Kuskus, Anoa, Koboldmaki haben eine Atempause verdient.

Kupfer und Gold, Nickel, Molybdän und Eisenerze liegen unter den Bergregenwäldern Sulawesis, und dort sollen sie auch bleiben! Doch allein im Distrikt Morowali wühlen sich 500 Bergbaufirmen durch den Boden - und hinterlassen eine Spur der Verwüstung.

Endlich ist es unserem Partner JATAM nach akribischer Arbeit gelungen, die Anti-Korruptionsbehörde auf den Plan zu rufen, und diese hat im Laufe der letzten Monate die Hälfte der Firmen geschlossen. Die Natur und die Menschen können vorerst aufatmen.

Immer wieder hat das Anti-Bergbau-Netzwerk JATAM Firmen angezeigt und Dutzende von Prozessen gewonnen. JATAM konnte nachweisen, dass die Firmen bestechen und illegal Gold schürfen oder Eisenerz abbauen. Doch oft nützt ein gewonnener Prozess nichts, denn die Firmen machen einfach weiter.

Internationaler Druck und die Unterstützung durch Rettet den Regenwald haben endlich bewirkt, dass die Anti-Korruptionsbehörde endlich eingeschritten ist.

Die Artenvielfalt Sulawesis ist einmalig. Nicht weit entfernt von Borneo und Festlandasien, und doch leben hier völlig andere Arten: Hornvögel, Koboldmaki, Bärenkuskus, Anoa (eine auf Sulawesi endemische kleine Rinderart) oder der Maleo, ein großer huhnartiger Vogel, der seine Eier im sonnenwarmen Sand ausbrüten lässt.

Hornvogel, Kuskus, Anoa, Koboldmaki haben eine Atempause verdient. Doch das Gold lockt, und die Gefahr ist nicht gebannt.