265.000 Unterschriften helfen Pangoline retten

Pangolin Pangoline werden gejagt, weil ihr Fleisch und ihre Schuppen in Asien und Afrika so begehrt sind

04.10.2016

Wir freuen uns sehr: Die Mitgliedsstaaten der Weltartenschutzkonferenz (CITES) haben Ende September in Johannesburg höchsten Schutz für das Schuppentier beschlossen. Damit wird der kommerzielle Handel mit allen acht Arten vollständig verboten. Die weltweiten Proteste haben dazu beigetragen.

Kein Säugetier der Welt wird so häufig gejagt und geschmuggelt wie das Schuppentier, auch Pangolin genannt. Die Weltnaturschutzbehörde IUCN schätzt, dass in den letzten zehn Jahren eine Million Tiere gefangen und getötet wurden – obwohl die Jagd auf Pangoline und der Handel mit diesen Tieren, ihrem Fleisch und ihren Schuppen schon jetzt in vielen Ländern verboten beziehungsweise stark limitiert sind.

Die Entscheidung der Delegierten der mehr als 180 CITES-Mitgliedsstaaten, alle acht Pangolin-Arten komplett unter Schutz zu stellen, kommt also buchstäblich in letzter Minute. In Asien, wo vier der acht Arten beheimatet sind, ist die Zahl der Tiere schon so starkt geschrumpft, dass verstärkt Pangoline aus Afrika importiert werden. Auf beiden Kontinenten gilt das Fleisch der Säugetiere als Delikatesse, die Schuppen sollen heilende bzw. potenzsteigernde Wirkung haben.

Die von Rettet den Regenwald gesammelten 265.000 Unterschriften wurden von unseren Partnern der Organisation ProWildlife in Südafrika den CITES-Teilnehmern überreicht.

Das Handelsverbot muss nun in die Praxis umgesetzt werden. Dafür sammeln wir weiter Unterschriften und bereiten Aktionen für den Weltpangolin-Tag im Februar vor.

Die Weltnaturschutzkonferenz findet vom 24. 9. bis 5. 10. 2016 in Johannesburg statt. Debattiert wird außerdem über Wilderei und Handel mit Elfenbein und Nashorn sowie über den Schutz von Löwen, Haien, Rochen, Graupapageien und Berberaffen.