Schadstoffe im Palmöl: EU plant Grenzwerte

Palmöl Mühlen auf Borneo In großen Ölmühlen (hier auf Borneo) wird aus den Palmfrüchten das Öl gepresst (© Birgit Handke)

24.01.2017

Die EU Kommission plant offenbar, Grenzwerte für Fettschadstoffe in Lebensmitteln festzulegen. Die krebserregenden und das Erbgut schädigenden Kontaminanten kommen vor allem in Palmöl sowie Produkten vor, die Palmöl enthalten.

Nach Medienangaben plant die Europäische Kommission auf die seit Jahren wiederholten Warnungen vor krebserregenden Schadstoffen zu reagieren. Diese wurden insbesondere in Produkten nachgewiesen, die Palmöl enthalten. Bis Ende dieses Jahres will die EU eine Richtlinie veröffentlichen, erklärte Kommissionssprecher Enrico Brivio gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach könnten u.a. Grenzwerte für die Gehalte an schädlichen Glycidyl-Fettsäureester (GE) sowie 3- und 2-Monochlorpropandiol (3- und 2-MCPD) in Lebensmitteln festgelegt werden. Ein Verbot von Palmöl sei aber nicht geplant.

Ob Grenzwerte ausreichen, die Gesundheit der Konsumenten schützen, ist fraglich. Im Mai 2016 erklärte die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) noch in einer Pressemitteilung: „Da die genotoxische und karzinogene Wirkung von Glycidol hinreichend nachgewiesen ist, haben wir keinen sicheren Wert für Glycidyl-Fettsäureester (GE) festgelegt,“ so Dr. Helle Knutsen wörtlich. Sie ist die Vorsitzende des Sachverständigengremium für Kontaminanten in der Lebensmittelkette (CONTAM) der EFSA. Die EFSA hatte im Auftrag der EU Kommission die Gesundheitsrisiken der Fettschadstoffe untersucht.

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an die EU: Kein krankmachendes Palmöl ins Essen!