Réseau CREF berichtet von großer Not nach Vulkan-Ausbruch

Nyiragongo- Vulkan Der Nyiragongo ist einer der aktivsten Vulkane der Erde (© CC BY-SA 3.0)

31.05.2021

Die Virunga-Vulkane haben einen legendären Ruf – dort leben Gorillas. Doch seit dem Ausbruch des Nyiragongo am 22.5. leiden die Einwohner der Stadt Goma unter der düsteren Gewalt der Berge. Unsere Partner von Réseau CREF schildern große Not.

Gott sei Dank wurde keines der Teammitglieder verletzt. Doch die Lebensbedingungen sind sehr schwierig. Wir leben in einem dauerhaften Angstzustand“, schreibt François Biloko in seiner ersten Mail neun Tage nach der Katastrophe. „Unsere Mitarbeiter brauchen dringend Unterstützung. Lebensmittel sind knapp und damit sehr teuer geworden.“

Die Umweltschutzorganisation Réseau CREF in der Demokratischen Republik Kongo hat ihr Büro in Goma und arbeitet in zahlreichen Dörfern am Fuß der Vulkane. Am 22.5. ist der Nyiragongo, einer der aktivsten Vulkane der Erde, ausgebrochen. Der Lavastrom und Erdbeben zerstörten Teile der 20 Kilometer entfernten Großstadt. Ein neuer Ausbruch ist jederzeit möglich.

Wie Hunderttausende Einwohner mussten auch vier Mitarbeiter von Réseau CREF mit ihren Familien aus Goma flüchten, acht weitere mussten ihre Häuser verlassen. In ihrem Stadtteil war es zu gefährlich. Andere, die in geschützteren Teilen der Millionenstadt leben, habe Obdachlose bei sich aufgenommen.

Auch die geflüchteten Familien leben unter schwierigen Bedingungen. Sie sind fast gezwungen, trotz der angespannten Lage nach Goma zurückzukehren“, schreibt François.

Das Risiko von Epidemien ist sehr hoch. Obwohl der Strom gerade wiederhergestellt wurde, ist die Wasserversorgung in mehreren Teilen der Stadt immer noch ein Problem.“ Es wurden bereits Fälle von Cholera gemeldet.

Rettet den Regenwald unterstützt die Naturschutzarbeit von Réseau CREF mit Ihren Spenden – doch jetzt müssen wir Katastrophenhilfe leisten.