Valentinsaktion: BHKW-Betreiber stellt zur Zeit Verbrennung von Palmöl ein

24.02.2009

Auf unsere Aktion "Valentinstag: Ein Herz für den Regenwald" vom 10.2.2009 zur Verbrennung von Palmöl in Blockheizkraftwerken (BHKW) hat einer der Betreiber, der niedersächsische Energieversorger EWE AG, reagiert. EWE erklärt per E-mail vom 16.2.2009, "dass wir unsere Blockheizkraftwerke (BHKW) seit Anfang dieses Jahres mit heimischem Rapsöl betreiben. Damit ziehen wir die Konsequenz aus der Tatsache, dass die Kriterien für nachhaltiges Palmöl von Seiten der EU und der Bundesregierung noch nicht festgelegt worden sind."

EWE AG Der niedersächsische Energieversorger EWE AG erklärt weiterhin: "Plantagen und Ölmühlen des Herstellers IOI arbeiten seit vielen Jahren nach den Kriterien des Roundtable on Sustainable Palmoil, des "Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl" (siehe www.RSPO.org)."

Zu IOI merkt Rettet den Regenwald an: Der Palmölplantagenbetreiber IOI betreibt Regenwaldvernichtung und Brandrodung, Torfmoortrockenlegung und die Zerstörung des Habitats bedrohter Tierarten wie Orang-Utan-Menschenaffen, wie u.a. in den Greenpeace-Studien "BURNING UP BORNEO" dargelegt. Hier finden sie den Hauptteil der Studie und hier den Anhang.

Zu RSPO merkt Rettet den Regenwald an: Wie bereits in der Vereinszeitschrift Regenwald Report 4-08 im Artikel "Zertifizierte Regenwaldrodung - BETRUG MIT INDUSTRIESIEGEL RSPO FÜR PALMÖL" auf den Seiten 12-13 dargestellt, lehnt Rettet den Regenwald zusammen mit 254 Umwelt- und Sozialorganisationen rund um den Globus das RSPO-Siegel als Etikettenschwindel ab und prangert die fehlende Nachhaltigkeit der Palmölplantagen im Regenwald an.
Die Ausgabe 4-08 des Regenwald Report findet sich hier.. Die internationale Erklärung gegen RSPO findet sich hier. Zu den von der EWE AG betriebenen Pflanzenöl-BHKW gehört auch das BHKW bei der Firma Dehne Topfpflanzen. Dehne schreibt per E-mail vom 23.2.2009: "In den Gartenbaubetrieben von Dehne Topfpflanzen wird nachweislich kein BHKW mit Palmöl betrieben!"