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Fünf Demonstranten halten Plakate hoch, auf denen der Schutz des Kitubulu-Wald gefordert wird.
Bildunterschrift: Die Organisation Fem Earth und Partner demonstrieren gegen den Ausverkauf des Waldes. (© Simon Ibanda)
Schild mit der Aufschrift Kitubulu Central Forest Reserve - Entebbe
Dem Kitubulu-Waldschutzgebiet drohte die Abholzung für ein Einkaufszentrum. (© Simon Ibanda)

Uganda stoppt geplante Abholzung im Kitubulu-Wald

17.03.2026Uganda: Kitubulu, ein geschützter Wald am Viktoriasee, stand kurz vor dem Aus. Für Bürogebäude und ein Einkaufszentrum sollte er gerodet werden. Nach massiven Protesten stoppte Ugandas Präsident die Abholzungspläne.


Am Ufer des Viktoriasees in Entebbe liegt Kitubulu, ein kleines, geschütztes Waldgebiet von etwa 80 Hektar. Seit Jahren bewahrt es den See vor Verschmutzung, das Land vor Überschwemmungen, bietet Wildtieren und den Gemeinden einen Lebensraum. Doch fast wäre der Wald abgeholzt worden.

Für etwa 61 Hektar des Schutzgebiets war die Rodung genehmigt worden, um Platz für Regierungsgebäude, ein Einkaufszentrum und weitere Infrastruktur zu schaffen. Nach monatelangem Druck zivilgesellschaftlicher Organisationen hat Ugandas Präsident Yoweri Museveni nun die Pläne blockiert.

Die Anordnung des Präsidenten, alle Landtitel am Kitubulu-Wald aufzuheben, schenkt den Naturschutzbemühungen im Land neue Hoffnung – besonders in einer Zeit, in der wir gewarnt wurden, dass ein Temperaturanstieg von mehr als 1,5 Grad katastrophale Folgen mit sich bringen würde. Diese Entscheidung fällt mitten in die globale Klimakrise, in der jeder Baum, jedes Feuchtgebiet und jeder Wald zählt.

Uganda leidet bereits unter den negativen Folgen des Klimawandels. Deshalb dürfen wir nicht tatenlos zusehen, wie Wälder für kommerzielle Zwecke zerstört werden. Wir sind froh, dass diese Entscheidung rückgängig gemacht wurde, denn wir können nicht von Klimaschutz sprechen, während wir die Ökosysteme vernichten, die uns schützen. 

Joan Akiiza, Executive Director der Organisation Fem Earth – Women for the Planet

Der größte Teil des Waldes war gefährdet 

Die ugandische Forstbehörde hatte der chinesischen Tian Tang Group eine Genehmigung zur Abholzung erteilt. Ein weiterer Teil wurde an Abacus African Ventures für die Errichtung von Ökotourismus-Einrichtungen vergeben. Wäre das Projekt umgesetzt worden, wäre nur ein Viertel des Waldes unberührt geblieben.

Das in einer Zeit, in der Uganda laut Global Forest Watch jedes Jahr zwischen 50.500 und 121.400 Hektar Wald verliert: wegen des hohen Bevölkerungsdrucks und der mangelhaften Durchsetzung der Waldgesetze werden Wälder für die Landwirtschaft gerodet. Gleichzeitig treibt die Regierung die Rodung von Wäldern für Entwicklungsprojekte weiter voran, zudem treibt sie die Ölförderung und den Bau der Ostafrikanische Rohölpipeline (EACOP) voran.

Der Kitubulu-Wald ist gemäß der Weltnaturschutzunion IUCN als Schutzgebiet der Kategorie IV eingestuft und dient als wichtiger Puffer für den Viktoriasee. Für die lokalen Gemeinschaften ist der Wald ein Teil des täglichen Lebens. Er liefert Brennholz, Heilpflanzen, Pilze, Früchte, Honig sowie fruchtbaren Boden für den Anbau von Nahrungsmitteln.

Protest der Zivilgesellschaft wirkt

Eine treibende Kraft bei Schutz des Kitubulu Waldgebietes war unsere Partnerorganisation FEM EARTH.

Rettet den Regenwald unterstützte ihre Arbeit mit Spenden und stärkte damit die Lobbyarbeit und die Koordination in einem entscheidenden Moment.

Die Arbeit geht weiter

Auch wenn diese Entwicklung Hoffnung macht, ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. FEM EARTH und ihre Partner arbeiten eng mit ihrem Rechtsteam zusammen, um sicherzustellen, dass die Aufhebung der Landtitel vollständig umgesetzt und rechtlich abgesichert wird. Sie bleiben wachsam, bis der Schutz des Waldes in der Praxis gewährleistet ist, nicht nur auf dem Papier.

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