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Eine Frau und ein Mann, die vor einer Leinwand mit der Aufschrift YASunidos vor einem Gebäudeeingang stehen, mit Dokumenten in der Hand

Nothilfe für YASunidos in Ecuador: Regenwaldschutz ist keine Ordnungswidrigkeit

Zwei Mitglieder von YASunidos in Ecuador wurden zu Geldstrafen in Höhe von 15.000 Euro verurteilt, was sie als politisch motivierten Missbrauch der Justiz ansehen. Denn die Regierung blockiert immer wieder die Arbeit von YASunidos, weil die Umweltgruppe sich erfolgreich für den Schutz des Amazonasregenwaldes einsetzt. YASunidos will gegen das skandalöse Urteil vor dem Verfassungsgericht klagen. Bitte helfen Sie mit einer Spende!

 

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Wer ist YASunidos

Die 2013 gegründete Bürgerinitiative hat ein klares Ziel: den Amazonasregenwald des Nationalparks Yasuní – eines der artenreichsten Gebiete der Erde – zu schützen und das im Untergrund lagernde Erdöl (ITT-Konzessionsblock) für immer dort zu lassen. Yasuní ist auch die Heimat indigener Völker, darunter in freiwilliger Isolation lebende Gruppen.

YASunidos sieht sich - so wie Dutzende Organisationen und Einzelpersonen - institutioneller Verfolgung und Kriminalisierung durch die Regierung ausgesetzt.

Waage mit Gold und Regenwald

Ecuador: Umweltschutz ist kein Verbrechen

Die Regierung Ecuadors sperrt die Bankkonten von indigenen Vereinigungen, Organisationen und Personen, die die Umwelt und die Menschenrechte schützen.

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Die Mitglieder der Initiative wurden mit einem SLAPP-Verfahren verfolgt, weil sie ihr Recht auf Mitbestimmung ausüben und sich für öffentliche Anliegen wie den Schutz des Regenwaldes und der Menschenrechte einsetzen. Dabei sind in der Verfassung Ecuadors sogar die Rechte der Natur festgeschrieben.  SLAPP bedeutet auf Englisch „Schlag ins Gesicht“ und steht für eine Strategische Klage gegen öffentliche Beteiligung (Strategic Lawsuit Against Public Participation). 

Bereits in der Vergangenheit hat die Regierung Ecuadors versucht, die Arbeit von YASunidos zu blockieren. Gegen die Politik der Ausbeutung der Ölvorkommen hatte YASunidos 756.000 Unterschriften für eine Volksbefragung gesammelt, um das ecuadorianische Volk entscheiden zu lassen.

Doch die Regierung verhinderte zehn Jahre lang das Referendum mit der Behauptung, dass viele der Unterschriften ungültig seien. Bis es YASunidos 2023 gelang, das Referendum über das Verfassungsgericht durchsetzen zu lassen.

Das überwältigende Ergebnis: Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger des Landes stimmte für den Schutz des Regenwaldes und die Einstellung der Ölförderung.

Es ist eine weltweit einzigartige Entscheidung mit Bedeutung für die ganze Erde. Leider weigert sich die Regierung, den Willen des Volkes umzusetzen und die Ölförderung in Yasuní zu beenden. Deshalb macht YASunidos weiterhin öffentlichen Druck – und ist nun einem neuen Angriff ausgesetzt.

Worum geht es

Die Verurteilung hängt mit der öffentlichen Kampage von YASunidos für die Volksbefragung  und deren erfolgreichem Ergebnis zusammen. Das Urteil entspricht nach Einschätzung von Yasunidos keinem ordentlichen Verfahren: Es handelt sich um eine unverhältnismäßige und absurde Kriminalisierung der Bürgerbeteiligung. Das Gericht wendet Regeln an, die gegen illegale Finanzierung politischer Parteien und Geldwäsche gedacht sind. 

Nachdem das Verfahren gegen YASunidos in erster Instanz eingestellt wurde, hat das Verwaltungsgericht für Wahlangelegenheiten (Tribunal Contencioso Electoral - TCE) in zweiter Instanz am 7. April 2026 gegen zwei Mitglieder von YASunidos Geldstrafen in Höhe von insgesamt 15.000 Euro verhängt. Ihr angebliches Vergehen: Verletzung des Wahlrechts aufgrund einer Unterlassung.

Das Gericht stützt sich auf absurde Argumente:

  • 39 Cent wurden angeblich falsch verbucht.
  • Ein fehlender Kontoauszug mit einem Saldo von Null, den die Bank für ein längst geschlossenes Konto nicht ausstellt.
  • Eine angeblich fehlende notariell beglaubigte Kopie einer Spende in Höhe von 100 US-Dollar, die das Gesetz gar nicht vorschreibt.

Doch YASunidos ist eine Gruppe von Freiwilligen, eine Bürgerinitiative, die die erste nationale Volksbefragung zum Schutz der Natur in der Geschichte Ecuadors initiiert hat, keine politische Partei. Die Mitglieder von YASunidos arbeiten ehrenamtlich und die Sachkosten für die Kampagnen werden mit Spenden finanziert, darunter von Rettet den Regenwald.

YASunidos will gegen das Strafurteil vor dem ecuadorianischen Verfassungsgericht klagen.

Lassen wir es nicht zu, dass der Einsatz für den Naturschutz bestraft wird!

Jeder Beitrag, ob groß oder klein, hilft die Demokratie und die Natur in Ecuador zu schützen.

Weitere informationen:

Teleamazonas, 8.4.2026. Política - TCE sanciona a Yasunidos con multa de USD 18 000, colectivo acudirá a la Corte: https://www.teleamazonas.com/actualidad/noticias/politica/tce-sancion-yasunidos-multa-yasuni-114109/ 

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