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Kokospalmen, die gefällt werden
Palawan: Kokosnussplantagen werden durch Calmia Nickel Inc. zerstört. (© CALG)
Personen in einer Kokosnussplantage mit einer Fahne, auf der steht: "Zutritt verboten"
Verteidigung der Kokosnussplantage (© CALG)
Ein Motorrad im Vordergrund, dahinter bewaffnete Wächter und lokale Bevölkerung
Bewaffnete Sicherheitskräfte des Bergbauunternehmens an der Barrikade der indigenen Bevölkerung. (© CALG)
Ein Unterstand in der Kokosnussplantage; eine Person sitzt darin.
Allein unter Kokospalmen: auf Posten an der Barrikade. (© CALG)
Unterstände, die von der Bevölkerung errichtet wurden, um das Bergbauunternehmen am Betreten zu hindern.
Die Barrikade wächst dank zahlreicher Unterstützer. (© CALG)

Palawan: Bergbau auf dem Vormarsch – lokaler Widerstand wächst

28.10.2026Philippinen: Indigene auf der philippinischen Insel Palawan bitten gegen die Ausweitung des Bergbaus um Unterstützung: Das Bergwerk-Unternehmen Calmia Nickel Inc (CNI) kennt keine Grenzen mehr.


„Bergbauunternehmen auf den Philippinen werden aufdringlicher, aggressiver und versuchen nun, die Solidarität der Gemeinschaft von innen heraus zu spalten“, sagt einer unserer Verbündeten bei der Coalition against Land Grabbing (CALG), die eng mit der betroffenen indigenen Gemeinschaft der Pala‘wan zusammenarbeitet.

Nickel wird für Lithium-Ionen-Batterien in Autos verwendet und steht damit im Zentrum des aktuellen globalen Rennens um Rohstoffe, die für die Energiewende notwendig sind. 

Im Morgengrauen des 1. Oktober drangen schwer bewaffnete Wachleute in eine private Kokosnuss-Plantage in Sitio Linao (Brooke’s Point) ein und zäunten einen Teil davon mit Stacheldraht ein, um sich gewaltsam den Weg ins Bergland zu bahnen. Dieses Land ist Teil des angestammten Siedlungsgebiets der indigenen Volksgruppe der Pala‘wan. Die Philippinische Kokosnuss-Behörde (Phillipine Coconut Authority - PCA) wurde alarmiert, während die Dorfgemeinschaften mitansehen mussten, wie ihre Lebensgrundlagen zerstört wurden.

Ein Motorrad im Vordergrund, dahinter bewaffnete Wächter und lokale Bevölkerung
Bewaffnete Sicherheitskräfte des Bergbauunternehmens an der Barrikade der indigenen Bevölkerung. (© CALG)

Indigene Landbesitzer errichteten sofort eine Barrikade und einen kleinen Unterstand, um vor Ort bleiben zu können, und weigerten sich, das Bergbauunternehmen weiter vorrücken zu lassen. Gemeinden auf den gesamten Philippinen nutzen Barrikaden, um Widerstand gegen den Bergbau zu leisten. 

Eine Online-Petition von Rettet den Regenwald gegen den Bergbau in Palawan und Brooke’s Point wurde im August 2026 gestartet, nachdem eine frühere Barrikade abgebaut worden war. Die Petition hat nun fast 50.000 Unterstützer. 

Die Petition von Rettet den Regenwald ist ein wichtiger Weg, um den betroffenen Pala’wan zu Sichtbarkeit zu verhelfen“, schreibt CALG.

„Calmias rapider Vormarsch zerstört jahrzehntealte Kokosnusshaine, vernichtet Obstbäume und bedroht den Primärwald“, heißt es in einer Pressemitteilung von CALG.

Ein Unterstand in der Kokosnussplantage; eine Person sitzt darin.
Allein unter Kokospalmen: auf Posten an der Barrikade. (© CALG)

Die Position der betroffenen indigener Pala‘wan ist klar: 

Wenn sich der Bulldozer den Weg erzwingen will, dann müsste er über unsere Körper fahren“, sagten sie uns. 

Das Unternehmen könnte die neue Barrikade zwar mit schweren Maschinen durchbrechen, aber Menschen, die sich diesen in den Weg stellen, machen das weitaus schwieriger. 

Unterstände, die von der Bevölkerung errichtet wurden, um das Bergbauunternehmen am Betreten zu hindern.
Die Barrikade wächst dank zahlreicher Unterstützer. (© CALG)

Die Barrikade befindet sich direkt auf der Lkw-Straße, die das Unternehmen baut, um weiter ins Landesinnere vorzudringen. Innerhalb weniger Stunden versammelten sich Dutzende Pala‘wan-Familien aus Solidarität. Vizebürgermeisterin Mary Jean Feliciano, die das Bergbauprojekt ebenfalls ablehnt, steht ihnen zur Seite, gemeinsam mit SB-Mitglied Jaymart Naigue, dem ehemaligen IP-Ratsmitglied Victor Colili, Kirchenvertretern und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Calmia arbeitet ohne Genehmigung des Bürgermeisters.

Die globale Solidarität wächst

Schließen Sie sich der wachsenden internationalen Unterstützung für diese Gemeinschaften an und unterzeichnen und teilen Sie die Petition von Rettet den Regenwald gegen den Bergbau in Palawan und Brooke’s Point!

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