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Eine Person mit Feuerschutzkleidung und einem Wasserkanister auf dem Rücken sprüht Wasser auf rauchende Vegetationsreste am Boden

Waldbrände löschen und verhindern

Jedes Jahr brennen in der Trockenzeit große Regenwaldflächen. Da es zumeist keine öffentlichen Feuerwehren für die Waldbrandbekämpfung gibt, müssen die Einwohner selbst gegen die Flammen vorgehen. Unsere Partner Agro é Fogo in Brasilien und Apel Green Aceh in Indonesien unterstützen die Menschen mit Ausbildung, Ausrüstung, öffentlicher Aufklärung und politischer Arbeit.

 

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Feuer schafft Platz für Rinder, Soja oder Palmöl

Jedes Jahr wird es in der Trockenzeit in vielen tropischen Wäldern kritisch:  In Brasilien, Indonesien und anderen Ländern am Äquator fressen sich Feuer durch die Natur. Große Flächen brennen ab und schädigen die Ökosysteme und die dort lebenden Einwohner massiv.

Fast alle Feuer sind von Menschen gelegt. Oft greifen sie unkontrolliert auf angrenzende Gebiete über und vernichten Regenwälder, Savannen und andere Ökosysteme, bedrohen Mensche, Tiere, Gebäude und ganze Dörfer.

Kriminelle Brandstifter vernichten mit den Flammen die Vegetation, um dort Rinderweiden, Soja-Monokulturen oder Palmöl-Plantagen anzulegen. Feuer ist dafür die billigste und effektivste Methode.

Unsere Partner helfen

Poster mit Foto des Waldbrandbekämpfungsfonds Aceiro von Agro é Fogo und Rettet den Regenwald: Warum sind gemeinschaftliche Brigaden zur Feuerbekämpfung notwendig?
Der gemeinsame Fonds zur Waldbrandbekämpfung von Agro é Fogo und Rettet den Regenwald unterstützt die Einwohner bei der Ausbildung, Ausrüstung und politischer Arbeit (© João Palhares/Fotomontage Agro é Fogo)

Öffentliche Feuerwehren für die Waldbrandbekämpfung gibt es in den riesigen und meist schwer zugänglichen Gebieten praktisch nicht. Deshalb müssen die Einwohner selbst gegen die Flammen vorgehen. 

Unsere Partner Agro é Fogo in Brasilien und APEL Green Aceh in Indonesien unterstützen die Menschen in den Tropenwaldgebieten mit Information, Vorbeugung und Ausrüstung. Sie helfen nicht nur die Flammen zu löschen, sondern die Brände und deren Ursachen von vornherein zu verhindern.

Sie üben öffentlichen Druck auf Politik und Behörden aus, damit diese in die Waldbrandbekämpfung investieren. Zudem müssen die Brandstifter und deren Hintermänner verfolgt und verhindert werden, dass in Brand gesteckte Natur in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden kann.

„El Niño"

In Brasilien und Indonesien ist etwa von Juli bis November Feuersaison. Aktuell brennt es bereits im Torfwaldgebiet Tripa auf Sumatra in Indonesien. Die Flammen zerstören den Lebensraum von Orang-Utans, Tigern, Nashörnern und Elefanten.

Nach Angaben von Klimaforschern beginnt Ende dieses Jahres höchstwahrscheinlich das sogenannte „El Niño-Phänomen". Dabei kehren sich kalte und warme Meeresströmungen im Pazifik um, was weltweite Folgen auf das Wetter hat: In weiten Teilen des Amazonasgebietes und Indonesiens wird es dadurch deutlich trockener, während es in Gebieten wie der Atacama-Wüste in Südamerika häufiger regnet.

In einem El Niño-Jahr nimmt die Waldbrandgefahr in den von Dürre betroffenen Gebieten stark zu, weshalb es wichtig ist, sich darauf vorzubereiten.

Kosten für Ausrüstung

Für 273 € kann eine Person im Norden Brasiliens vollständig mit persönlicher Schutzkleidung ausgestattet werden, um Wald- und Savannenbrände zu bekämpfen. Ein Wasserrucksack mit Sprühpumpe kostet  218 € und ein mobiles Gebläse 460 €, womit sich die Gesamtkosten auf 957 € summieren. Mit mobilen Gebläsen werden Flammen am Boden in die Gegenrichtung geblasen oder auf Brandschneisen brennbares Material wie trockene Blätter entfernt.

Tabelle: Beispiele der Kosten für Feuerschutzkleidung und Ausrüstung für eine Person in Brasilien umgerechnet in Euro

ArtikelKosten in €
Hose und Jacke109
T-Shirt7
Sturmhaube13
Brille8
Helm27
Beinschoner31
Stiefel45
Handschuhe5
Mütze5
Gürtel8
Buschmesser14
Futeral für Messer6
Wasserrucksack mit Sprühpumpe218
Mobiles Gebläse460
SUMME pro Einsatzkraft957
Zwei Personen mit Feuerpatsche und Wasserrucksack mit Handspritze bekämpfen ein qualmendes Feuer

Agro é Fogo: Waldbrände verhindern und löschen

Das Netzwerk Agro é Fogo unterstützt in Brasilien die Verhütung und Bekämpfung von Waldbränden und übt öffentlichen Druck auf die Regierung aus.

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Orang-Utans, Tiger, Nashörner und Elefanten im Leuser-Ökosystem auf Sumatra sind bedroht. APEL Green Aceh setzt auf Schutz durch Indigene.

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