Demo in Durban: Plantagen sind keine Wälder

Guadalupe Rodriguez übergibt eine Petition an einen Vertreter der FAO Guadalupe Rodríguez übergibt die Petition an die Vereinten Nationen. (© Rettet den Regenwald)

15.09.2015

Tausende Umweltschützer verlangten in Durban von der UNO, endlich die Wälder zu schützen statt Plantagen zu fördern. Wir haben eine Petition mit über 115.000 Unterschriften übergeben. Die Aktion geht weiter.

Kurzfristig sah es so aus, als wolle die UNO die Petition nicht annehmen. „Sicherheitsrisiken“ verböten es, zur Übergabe vor das Kongresszentrum von Durban zu kommen, wo der Weltforstkongress (WFC) stattfand. Doch der Druck der 3.000 Demonstranten war schließlich zu stark: Der Programm-Manager des Kongresses, Motsamai Nkosi, hörte sich die Kritik auf der Straße an. Die Botschaft war klar: Die UNO muss endlich verstehen, dass Plantagen keine Wälder sind. Sie sind „grüne Wüsten“.

Rettet den Regenwald-Campaignerin Guadalupe Rodríguez mahnte, dass vielen Menschen durch Plantagen die Lebensgrundlage geraubt wird. Trotzdem werte die UNO sie als Wälder und damit als Beitrag zum Klimaschutz.

„Baumplantagen sind Diebstahl an Leben, Wasser, Land“, stand auf einem der großen Banner des Demonstrationszuges. „Wald für das Leben, nicht für Business“ auf einem anderen. Jugendliche aus 40 Schulen sangen und hielten selbstgemalte Plakate in die Höhe.

Während einer Diskussionsrunde auf dem Civil Society Alternative Congress, den Rettet den Regenwald unterstützt hat, haben wir die Petition auch an Tina Vahanen, die Vize-Vorsitzende des WFC, übergeben. Rettet den Regenwald-Redakteur Mathias Rittgerott sagte: „Wir lassen nicht locker und werden weiter Unterschriften sammeln, bis die UNO ihre Wald-Definition ändert."

Die Petition war von Rettet den Regenwald und den Partnerorganisationen Timberwatch, World Rainforest Movement und Biofuelwatch verfasst worden.