Bitte unterschreibt: Elefantenjagd stoppen!

Ein deutscher Jäger neben dem Elefant, den er in Simbabwe erschossen hat Ein makabres Bild: der Jäger posiert neben seiner Beute (© The Telegraph)
110.562 Teilnehmer

Ende der Aktion: 16.09.2016

Ein deutscher Jäger hat in Afrika einen besonders stattlichen Elefanten erschossen. Touristen erlegen jedes Jahr Tausende gefährdeter Tiere. Die EU und die USA erlauben die Einfuhr von Trophäen wie Felle und Zähne. Bitte fordern Sie von Kommissionspräsident Juncker und Präsident Obama, das zu stoppen, damit diese Jagd ein Ende hat.

Appell

An: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Barack Obama

„Jagdtouristen töten in Afrika Tausende gefährdeter Tiere. Die USA und EU erlauben die Einfuhr von Trophäen wie Köpfe und Felle. Die Trophäenjagd muss aufhören.“

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53.000 Euro soll der deutsche Jäger laut The Telegraph für seine Reise nach Simbabwe bezahlt haben, auf der er die „Großen Fünf“ - Löwe, Büffel, Leopard, Nashorn, Elefant - schießen wollte. Dass der Elefant ein besonders stattliches Tier war, sei ihm nicht aufgefallen.

Immer wieder werden spektakuläre Fälle bekannt, bei denen Jagdtouristen gefährdete Tiere erlegen. Erst im Juli hatte der Tod des Löwen Cecil Tierschützer weltweit erschüttert. Ein US-amerikanischer Zahnarzt hatte das Tier besonders qualvoll mit Pfeil und Bogen getötet. Auch er verteidigte sich damit, die Jagd sei legal gewesen.

In vielen Ländern Afrikas blüht der Jagdtourismus. Den schießwütigen Urlaubern ist es dabei egal, dass die Zahl der Elefanten durch Wilderei so stark einbricht, dass die Tierart in wenigen Jahren ausgerottet sein könnte. Die Population von Löwen wird auf höchstens 32.000 Exemplare geschätzt. Sie werden sogar extra gezüchtet, damit Jäger die Tiere schießen können.

Die EU und die USA befeuern die Jagd, da die Einfuhr von Trophäen vieler gefährdeter und bedrohter Arten erlaubt ist.

Bitte fordern Sie von EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Obama, die Einfuhr von Trophäen aller gefährdeter Tierarten ausnahmslos zu verbieten. Die Trophäenjagd muss ein Ende haben.

Hinter­gründe

Die Jagd auf den Elefantenbullen ist kein Einzelfall. Zwischen 2005 und 2015 haben Jäger die Trophäen von Hunderten Tieren bedrohter Arten nach Deutschland gebracht. Darunter waren 417 Leoparden, 323 Elefanten, 195 Löwen, 24 Breitmaulnashörner und 2 Spitzmaulnashörner.

Das Bundesamt für Naturschutz muss zwar jede einzelne Einfuhr genehmigen - und macht das fast immer. Von 1.614 Anträgen in den vergangenen 10 Jahren lehnte die Behörde nur 5 ab.

Die Daten hat die Organisation Pro Wildlife von der Bundesregierung bekommen.

An­schreiben

An: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Barack Obama

Präsident Barack Obama,
Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker,

jedes Jahr erlegen Jagdtouristen in Afrika Tausende bedrohter Tiere. Viele bringen Kopf, Fell und Zähne der Tiere als Trophäe in die EU und die USA.

Im Juli erschreckte der Tod des berühmten Löwen Cecil in Simbabwe viele Menschen in aller Welt: Ein Trophäenjäger aus den USA hat das Tier erschossen. Cecil soll zuvor aus dem Hwange Nationalpark gelockt worden sein.

Während die einheimischen Helfer des Jägers festgenommen wurden, droht dem US-Amerikaner keine Strafe, weil die Einfuhr der Löwen-Trophäe erlaubt ist. Auch die EU verbietet den Import nicht gänzlich.

Weil die Löwen-Population in Afrika auf höchstens 32.000 Exemplare eingebrochen ist, stuft die Weltnaturschutzunion IUCN die Art als gefährdet (vulnerable) ein. In Westafrika gilt sie als vom Aussterben bedroht (critically endangered).

Den Afrikanischen Elefanten geht es nicht besser – auch sie sind in ihrem Bestand stark gefährdet. Dennoch wurde Anfang Oktober einer der stattlichsten Elefanten Simbabwes von einem deutschen Trophäenjäger erschossen.

Es darf nicht sein, dass Jäger aus den USA und der EU Tiere wie Löwen und Elefanten wegen der Trophäe töten. Bitte sorgen Sie für ein ausnahmsloses Einfuhrverbot für Trophäen gefährdeter Tierarten.

Mit freundlichen Grüßen