Für Kohle darf kein Wald gerodet werden

Baumhaus im Hambacher Forst Hambacher Forst (© CC BY-NC 2.0)

Der Stromkonzern RWE rodet den Hambacher Wald, um Braunkohle zu fördern. Der Tagebau ist bereits eines der größten Löcher Europas, seine Ausweitung wäre eine ökologische und klimapolitische Katastrophe. Um den Wald zu retten und das Klima zu schonen, muss der Raubbau gestoppt werden.

Appell

An: die Landesregierung von NRW, Bundeskanzlerin Angela Merkel

„Rodungen im Hambacher Wald für den Abbau von Braunkohle sind eine ökologische und klimapolitische Katastrophe. Stellen Sie den sinnlosen Raubbau ein.“

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Der Hambacher Wald mit seinen Stileichen, Hainbuchen und Winterlinden ist einzigartig in Nordrhein-Westfalen. Er bietet seltenen Arten wie der Bechsteinfledermaus und dem Mittelspecht einen Lebensraum. Eine ökologische Arche, die unter europäischem Schutz stehen sollte. Stattdessen steht sie Wirtschaftsinteressen im Weg.

Einst bedeckte der Hambacher Wald 4.500 Hektar, davon ist weniger als ein Fünftel übrig. Der Stromkonzern RWE rodet Jahr für Jahr weitere 80 Hektar, um 40 Millionen Tonnen Braunkohle zu fördern.

Die Braunkohle aus dem Tagebau Hambach wird im wenige Kilometer entfernten Kraftwerk Niederaußem verfeuert – einem der dreckigsten Meiler Europas. Will Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen, muss die CO2-Schleuder stillgelegt werden. Besser heute als morgen. Damit wäre die Ausweitung des Tagebaus hinfällig.

Doch der Konzern und die Landesregierung von NRW halten daran fest: Der Wald muss weg, die Kohle muss gefördert werden. Auf Teufel komm raus.

Seit 2012 besetzen Umweltschützer Teile des Waldes. Sie haben Protestcamps mit Zelten und Baumhäusern errichtet. Rücken zwischen Oktober und Februar, wenn Bäume gefällt werden dürfen, RWE-Arbeiter und Polizei an, bauen manche Aktivisten Barrikaden, andere ziehen vor Gericht. Und jedes Jahr schrumpft der Wald.

Eine dauerhafte Lösung ist gefragt:

Die Braunkohle muss im Boden bleiben.

Der Hambacher Wald braucht unbedingten Schutz.

An­schreiben

An: die Landesregierung von NRW, Bundeskanzlerin Angela Merkel

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Angela Merkel,
sehr geehrter Ministerpräsident Armin Laschet,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Stromkonzern RWE zerstört den Hambacher Wald, um Braunkohle zu fördern. Die Ausweitung des Tagebaus wäre eine ökologische und klimapolitische Katastrophe.

Die Zukunft des Hambacher Waldes ist die Nagelprobe für die Glaubwürdigkeit der Umwelt- und Klimapolitik von Bund und Land NRW. Wir bitten Sie daher:

Verhindern Sie die Rodungen im Tagebau Hambach unverzüglich und dauerhaft.
Stellen Sie den Hambacher Wald unter Schutz.
Steigen Sie aus der Kohlenutzung aus.

Mit freundlichen Grüßen

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