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Luftbild von einem kleinen herzförmigen See mit dunklem Wasser, umgeben von dichtem grünem Wald
Dieser herzförmige See wurde durch den Einsturz einer Höhlendecke im Karstgestein freigelegt (© xXFir3Xx)

Bitte helfen Sie, die Wälder von Chiapas in Mexiko vor der Rodung zu bewahren

Die Wälder von Chiapas in Mexiko sind besonders artenreich. Doch sie sind enorm bedroht. Fast die Hälfte wurde bereits illegal für den Holzeinschlag gefällt. Bitte unterstützen Sie die Petition unserer Partnerorganisation Otros Mundos Chiapas an die zuständigen Politiker und Behörden. Fordern Sie, die Abholzungen zu stoppen.

Unsere Forderung

An: Gouverneur von Chiapas; Nationale Forstkommission CONAFOR; Bundesumweltbehörde (PROFEPA); Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (SEMARNAT)

„Die mexikanische Bundes- und die Landesregierung von Chiapas müssen politische Maßnahmen ergreifen und Umweltgesetze durchsetzen, um die Abholzung zu stoppen.“

Ganzes Anschreiben lesen

In den Bergen des Bundesstaates Chiapas sprießt das Leben. Das Klima im Süden Mexikos ist tropisch und feucht, und je nach Höhenlage gibt  es verschiedene Waldökosysteme.

In den Tälern ragen Mahagonibäume majestätisch aus dem Regenwald empor, begleitet vom Konzert der Guatemala-Brüllaffen und dem fernen Fauchen eines Jaguars. Weiter oben in den Bergwäldern gleitet der prächtige Quetzal-Vogel  durch hängende Orchideen und Steineiben (Podocarpus).

Chiapas ist der Bundesstaat mit der zweitgrößten Biodiversität  Mexikos. Die Zahl der Pflanzen- und Amphibienarten ist besonders hoch. Sieben Säugetierarten kommen nur dort vor (endemische Arten).

Die vielfältige Natur in Chiapas erstreckt sich vom Lacandonen-Regenwald über die zentralen Täler und die Sierra Madre bis zur Pazifikküste. Fast ein Drittel der miteinander verbundenen und noch erhaltenen Wälder sind Primärwälder.

Doch die Hälfte der Wälder in Chiapas ist bereits verschwunden, die verbliebenden Flächen sind zunehmend zerstückelt und die Böden durch menschliche Aktivitäten stark geschädigt. Jeder Zentimeter Erde, der durch Erosion verloren geht, braucht 100 Jahre, um sich zu regenerieren. Zusammen mit den Wäldern verschwinden auch die Wasserquellen, die die Bevölkerung versorgen.

Treiber der Abholzung ist der Bedarf an tropischem Kiefern- und Eichenholz für den nationalen Markt.  70 % des gehandelten Holzes stammen aus illegalen Quellen.

Der Holzeinschlag bedeutet zumeist das Ende der Wälder. Danach werden sie zu Viehweiden, Ackerland für Mais oder Plantagen für Kaffee oder Ölpalmen umgewandelt. Oder zu Bauland für Siedlungen. Seit dem Jahr 2000 sind in Chiapas 360.000 Hektar abgeholzt worden. 

Bitte unterstützen Sie die Petition unserer Partnerorganisation Otros Mundos Chiapas an die zuständigen Behörden und Politiker, um die Rodungen zu stoppen. 

Start der Petition: 20.10.2025

Hinter­gründe

Der Bundesstaat Chiapas beherbergt eine außergewöhnliche Vielfalt an Ökosystemen, die einen enormen biologischen Reichtum hervorbringen. In diesen leben Tierarten wie der Flussotter, die Fischfledermaus, der Jaguarundi (Wieselkatze), die Grabkröte, die Krokodilechse, das Flughörnchen und Kolibris, um nur einige zu nennen. Die Mangrovenwälder an der Küste sind wiederum ein Zufluchtsort für Kaimane und die Kinderstube vieler Fischarten.

All diese Ökosysteme sind für das Leben auf dem Planeten von grundlegender Bedeutung und gleichzeitig Quellen für Nahrung, Wasser und ökologisches Gleichgewicht. Sie spielen eine wichtige Rolle als Kohlenstoffsenken und beherbergen mehr Artenvielfalt als jedes andere Ökosystem der Erde. Doch mit insgesamt 500.000 Hektar gerodetem Wald pro Jahr liegt Mexiko weltweit an fünfter Stelle der Entwaldung.

Die Entwaldung verschärft die Klimakrise, verändert die Temperaturen, beeinflusst die Niederschläge und beschleunigt das Aussterben der Arten. Die Folgen für die Ökosysteme sind katastrophal, aber auch für die menschliche Gesundheit und die Landwirtschaft.

Andererseits gehört Mexiko zu den 20 Ländern, die durch die Rodung von Waldökosystemen am stärksten zum Klimawandel beitragen. Dabei sind laut Schätzungen der FAO weltweit rund 1,6 Milliarden Menschen, darunter 70 Millionen Indigene, für ihren Lebensunterhalt auf Wälder angewiesen sind.

2021 haben sich auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) in Glasgow die Mitgliedsländer verpflichtet, die Entwaldung bis zum Jahr 2030 zu stoppen. Doch von diesem Ziel sind wir noch weit entfernt, auch in Mexiko. In wenigen Wochen findet die Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Amazonasgebiet statt.

Zwar ist der größte Teil der industriellen Entwaldung auf illegalen Handel, Agroindustrie oder großflächige kommerzielle Abholzung zurückzuführen, doch auch Brennholz und Holzkohle zum Kochen in den Haushalten spielen eine Rolle. Unsere Partnerorganisation Otros Mundos Chiapas und BioRed installieren deshalb Biogasanlagen in den Haushalten. Das Gas wird für Kochherde und Öfen genutzt wird und ersetzt Flüssiggas und Brennholz.

An­schreiben

An: Gouverneur von Chiapas; Nationale Forstkommission CONAFOR; Bundesumweltbehörde (PROFEPA); Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (SEMARNAT)

Sehr geehrter Herr Eduardo Ramírez Aguilar, Gouverneur des Bundesstaates Chiapas,

sehr geehrte Damen und Herren der staatlichen und bundesstaatlichen Umwelt- und Forstbehörden,

mit großer Sorge wenden wir uns an Sie, da die Wälder in Chiapas in rasantem Tempo verschwinden.

Nur noch die Hälfte der Fläche von Chiapas ist bewaldet, dabei verfügt der Bundesstaat über eine der größten Artenvielfalt in Mexiko. In den letzten 50 Jahren sind 43 % der Waldfläche in Chiapas verloren gegangen. Der Lacandon-Regenwald, der eine Fläche von 1,8 Millionen Hektar besaß, hat bis zu 70 % seiner Fläche verloren.

Um diese gravierende Entwicklung zu beenden, bitten wir Sie, an den Ursachen zu arbeiten, die die Entwaldung von Chiapas, die Bodendegradation und den Verlust der Artenvielfalt beschleunigen. Ergreifen Sie folgende Maßnahmen:

- Stoppen Sie die illegale Abholzung des Lacandon-Regenwaldes und der Wälder von Chiapas.

- Schließen Sie illegale Holz-Handelswege und Sägewerke.

- Beenden Sie den illegalen Handel mit Wildtieren und -pflanzen.

- Beenden Sie die Ausweitung von Monokulturen wie Ölpalmen, die die Entwaldung beschleunigt, sowie die Ausweitung der extensiven und intensiven Viehzucht.

- Vergeben Sie keine Bergbau- und Staudammkonzessionen in Chiapas.

Die Bundes- und Landesregierung müssen politische Maßnahmen ergreifen und Umweltgesetze durchsetzen, um das Problem der Entwaldung in Chiapas anzugehen.

Darüber hinaus laden wir Sie ein, gemeinsam mit den indigenen Völkern lokale Alternativen zu fördern, die zum Schutz der Wälder und Urwälder von Chiapas beitragen, die so viel zum biokulturellen Reichtum unseres Bundesstaates, unseres Landes und unseres Planeten beitragen.

Wir hoffen auf eine baldige Antwort, in der Sie uns über die diesbezüglich ergriffenden Maßnahmen informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Diese Petition ist in folgenden Sprachen verfügbar:


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