Wir stoppen die Walddiebe!

In einem Dorf demonstrieren zahlreiche Afrikaner. Sie haben Trommeln dabei. Der Volksstamm der Jogbahn kämpft um sein Land (Foto: Jason Taylor for FoE International 2014) (© Jason Taylor for Friends of the Earth International 2014)
72.529 Teilnehmer

Ende der Aktion: 17.10.2014

Der EPO Konzern will den Wald der Jogbahn in Liberia abholzen. Die Menschen wehren sich. Bitte unterstützt die Waldschützer.

Appell

An: Die Vorstandsvorsitzenden von Equatorial Palm Oil PLC und Kuala Lumpur Kepong Berhad, Geoffrey Brown und Lee Oi Hian

„In Liberia bereitet die Firma EPO offenbar Rodungen auf dem Land der Volksgruppe der Jogbahn vor. Das muss unterbunden werden.“

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„Alles, was unsere Vorfahren hinterlassen haben, ist in diesem Wald gespeichert“, sagt Chio vom Volksstamm der Jogbahn in Liberia. Seit Jahrhunderten lebt sein Clan hier. Nach dem Gesetz entscheiden die Einheimischen allein, was mit ihrem Land geschieht.

Doch jetzt will der britische Konzern Equatorial Palm Oil (EPO) dort offenbar Wald abholzen, um Plantagen für Ölpalmen anzulegen. Laut Friends of the Earth Liberia führt EPO umfangreiche Studien durch, die als Vorstufe für Rodungen gelten. Die Jogbahn haben das nicht erlaubt – und werden es niemals tun.

Seit 2012 wehren sich die Einheimischen gegen EPO. Damals waren erste Flächen gerodet und Palmen angepflanzt worden. Felder und Weideland wurden zerstört. Bei zahlreichen Treffen mit der Firma und Behörden wiederholten die Jogbahn ihr Nein, ihr Land zu opfern.

Der Konflikt spitzte sich zu, als im September 2013 paramilitärische Polizeieinheiten und Sicherheitskräfte gewaltsam gegen die Jogbahn vorgingen. Es gab zahlreiche Verletzte und willkürliche Festnahmen.

Im vergangenen März feierten die Jogbahn einen Sieg. Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf stärkte ihnen demonstrativ den Rücken. Die Freude darüber währte nur kurz. Offenbar ist EPO nicht vom Machtwort der Präsidentin beeindruckt, missachtet die Rechte der Jogbahn und bereitet unbeirrt Rodungen vor. Die Jogbahn fühlen sich in ihrem Kampf alleingelassen. „Die Regierung soll uns helfen, von unserem Land zu leben, statt es an einen Konzern zu geben, der damit Geld verdient und wieder heim geht“, verlangt Garmondeh Benwon.

Die Jogbahn brauchen internationale Unterstützung. Fordern Sie die Vorstandschefs von EPO und dessen Mehrheitseigner Kuala Lumpur Kepong (KLK) auf, das Land der Jogbahn in Ruhe zu lassen.

An­schreiben

An: Die Vorstandsvorsitzenden von Equatorial Palm Oil PLC und Kuala Lumpur Kepong Berhad, Geoffrey Brown und Lee Oi Hian

Sehr geehrte Herren Vorstandsvorsitzende,

seit 2012 wehrt sich die Volksgruppe der Jogbahn in Liberia dagegen, dass EPO Plantagen auf ihr Land ausweitet. Die Menschen berufen sich dabei auf ihr verbrieftes Recht, die Zustimmung zu solchen Projekten zu verweigern. Dann dürfen Firmen auf Flächen der Einheimischen weder roden noch Studien jedweder Art anstellen.

Im März 2014 hat die Präsidentin Liberias Ellen Johnson Sirleaf den Jogbahn ausdrücklich den Rücken gestärkt, nachdem paramilitärische Polizeieinheiten und Sicherheitskräfte von EPO gewaltsam gegen Einheimische vorgegangen waren.

Die Menschen in Liberia vertrauen darauf, dass sich Ihre Unternehmen an Recht und Gesetz halten, das Nein der Einheimischen zu den Palmöl-Plantagen akzeptieren und sich aus dem Land der Jogbahn zurückziehen.

Bitte enttäuschen Sie die Menschen nicht und geben Sie das Projekt auf.

Mit freundlichen Grüßen