Wald-Autobahn wäre tödliche Barriere für Tiere

Das Bild eines Affen ist vor ein Waldfläche in Thailand montiert Thailand gefährdet mit dem Ausbau von Highway 304 Tiere im Welterbe-Gebiet (Fotomontage: Flickr/whitecat sg (Lizenz CC BY-NC 2.0), Amax1 (public domain) (© Montage: Flickr/whitecat sg (CC BY-NC 2.0) und Amax1 (public domain))
72.490 Teilnehmer

Ende der Aktion: 25.08.2016

Ein Großteil von Thailands Wäldern wurde bereits gerodet. Jetzt will die Regierung Highway 304 durch ein Gebiet ausbauen, das zum Welterbe gehört. Sie sollte die Waldreste schützen, statt sie für Straßen zu opfern.

Appell

An: Regierung des Königreichs Thailand

„Thailands Highway 304 soll durch das Welterbe Dong Phayayen-Khao Yai Forest Complex zur vierspurigen Autobahn ausgebaut werden. Die Regierung muss das stoppen.“

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Die Straße ist bereits seit 40 Jahren für viele Tiere eine tödliche Barriere. Mit dem Ausbau droht der Tod auf vier statt auf zwei Spuren.

Seit 2005 steht das Dong Phayayen-Khao Yai Forest Complex unter dem Schutz der Unesco. In der 230 Kilometer langen Kette aus Nationalparks und Schutzgebieten leben das vom Aussterben bedrohte Siam-Krokodil, seltene Elefanten, Tiger, Leoparden, Sunda-Ochsen und zwei Gibbon-Arten. Besonders wertvoll ist das Gebiet, weil es unterschiedliche Lebensräume verbindet. Gerade diese Verknüpfung ist in akuter Gefahr.

Auf 18,5 Kilometern Länge soll der Highway 304 zwischen den Nationalparks Khao Yai und Thaplan verbreitert werden. Planer versprechen, die Straße werde durch kurze Tunnel und über Brücken geführt, Tiere könnten ungehindert kreuzen. Zudem würden Zäune gespannt, Salzlecksteine ausgelegt und ein Tempolimit eingeführt. Tierschützer bezweifeln, dass die Tiere so geschützt werden.

Unesco hält Straßen für Bedrohung des Welterbes

Die Unesco nennt explizit den Ausbau von Straßen als Bedrohung für den Dong Phayayen-Khao Yai Forest Complex. Diese würden Teile des Welterbes voneinander trennen und Barrieren für Tiere darstellen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) warnt eindringlich vor Plänen, auch den Highway 348 auszubauen und die gesperrte Route 3462 wieder freizugeben. Nach Ansicht der IUCN erfüllt die Region bereits heute - auch wegen des illegalen Einschlags von Rosenholz - den Status „bedrohtes Welterbe“.

Trotzdem haben die zuständigen Behörden in Bangkok die Pläne für den Highway 304 bereits im Hauruck-Verfahren genehmigt. An einem einzigen Tag winkte das Gremium 24 heikle Projekte durch.

Bitte appellieren Sie an die thailändische Regierung, den Ausbau von Highway 304 zu stoppen und das Welterbe zu schützen.

Hinter­gründe

Die Zerstückelung des Amazonasbeckens

Der Straßenbau verändert den größten Regenwald der Welt – möglicherweise mit globalen Folgen.

http://www.spektrum.de/news/die-zerstueckelung-des-amazonasbeckens/1309980

An­schreiben

An: Regierung des Königreichs Thailand

Sehr geehrter Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha,

Ihre Regierung plant, den Highway 304 durch den Dong Phayayen-Khao Yai Forest Complex durchgehend vierspurig auszubauen. Weil die Straße dadurch zu einer tödlichen Barriere wird, werden viele Tiere im Unesco-Welterbe bedroht. Tunnel, Brücken und Zäune sind nicht geeignet, sie zu schützen.

Der Status des Dong Phayayen-Khao Yai Forest Complex ist bereits wegen des illegalen Einschlags von Rosenholz in Gefahr. Nachdem Thailand einen Großteil seiner Wälder verloren hat, ist ein Schutz der übriggebliebenen Waldflächen um so wichtiger.

Bitte stoppen Sie den Ausbau von Highway 304 und schützen Sie Thailands Wälder.

Mit freundlichen Grüßen