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Unsere Arbeit 2015/16

So helfen Ihre Spenden dem Regenwald

Zwei Kinder fahren auf dem Amazonas-Fluss Boot Der Amazonas ist die Lebensader der Bewohner von Tamshiyacu – und ihre einzige Verbindung zur Außenwelt (© Eli Duke (flickr CC BY-SA 2.0))

Unsere Partner kämpfen gegen Goldminen und Palmölplantagen, stellen sich Motorsägen und Baggern in den Weg. Sie decken Landraub und illegale Abholzung auf und zeigen die Täter an. Mit Kampagnen in Europa, Petitionen und Spenden unterstützen wir sie dabei – mit Ihrer Hilfe. Dafür danken wir Ihnen!

China will den Elfenbeinhandel verbieten. Auf der Philippinen-Insel Palawan hat die Gemeinde Quezon die Ausbreitung von Palmölplantagen untersagt. In Kambodscha, Sarawak und Brasilien haben Umweltschützer mit internationaler Unterstützung verheerende Staudamm-Projekte gestoppt.

Dies sind fünf von vielen guten Nachrichten der letzten Monate. Aber es gab auch die Bilder der unfassbaren Feuer-Kata-strophe in Indonesien. Dort ist es unseren Partnern auf Sumatra und Borneo gelungen, verantwortliche Palmölfirmen zu ermitteln und anzuzeigen, Brände zu löschen und ihre Mitmenschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Dafür haben wir einen Notfonds eingerichtet. Unsere Petitionen an die Regierungen in Indonesien und Deutschland, Palmöl für Biosprit zu stoppen, wurden mehr als 430.000 Mal unterzeichnet.

Die finanzielle Förderung unserer Regenwald-Partner konnten wir 2015 auf 546.000 Euro steigern. Den Jahresbericht finden Sie unter www.regenwald.org/

So helfen Ihre Spenden dem Regenwald

 

So helfen Ihre Spenden dem Regenwald An der Grenze der geschützten Grund-
stücke werden die Bäume markiert

1- Peru / Regenwald-Kauf

Das Urwalddorf Tamshiyacu liegt weltabgewandt an den Ufern des Amazonas. Seit Generationen leben die Menschen dort von und mit dem Regenwald, ohne ihn zu zerstören. Doch seit 2013 ist der Wald bedroht: Eine Plantagenfirma rodet großflächig, um Kakao zu pflanzen. Um ihren Wald vor weiteren Kahlschlägen zu bewahren, haben sich die Einwohner von Tamshiyacu ein Ziel gesetzt: Urwald als Gemeingut zu schützen, naturnahen Landbau zu betreiben und lokale Einkommensmöglichkeiten zu schaffen.

Bis April 2016 konnten durch Ihre Spenden bereits 205 Hektar Regenwald gekauft werden. Diese Flächen werden kartografiert und in Schutzgebiete umgewandelt. Zeitgleich wird ein Biolandwirtschaftsprojekt aufgebaut, damit die Kleinbauern langfristig eine wirtschaftliche Perspektive haben und die Natur geschont wird. 25 Bauern werden dafür ausgebildet. Für diese Aufgaben haben sich die Einwohner mit Umweltschützern und der Bauernvertretung „Frente Patriotico“ zusammengeschlossen. Das Management übernehmen unsere Partner vom deutsch-peruanischen Verein „El Puente – die Brücke“.

Spendenprojekt: Peru / Regenwaldkauf

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So helfen Ihre Spenden dem Regenwald

2- Indonesien / Orang-Utan-Hilfe auf Borneo

Die furchtbaren Brände haben die Orang-Utan-Retter extrem gefordert. Fast täglich wurden sie gerufen, um Tiere in Sicherheit zu bringen. Im Rettungszentrum von International Animal Rescue (IAR) wurden sie versorgt und später in die Freiheit entlassen (Foto). Mit unseren Spenden konnte IAR Ausrüstungen zur Brandbekämpfung, ein mobiles Camp und ein Boot kaufen. Für ihre tägliche Arbeit brauchen sie weitere Unterstützung.

Spendenprojekt: Borneo / Orang-Utan-Schutz

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So helfen Ihre Spenden dem Regenwald

3- Tansania / Elefanten-Waisenhaus

2015 war das internationale Jahr des Elefantenschutzes, denn die Rüsseltiere sind weltweit bedroht. Wie wichtig ihr Schutz ist, zeigt auch die Nachricht, die uns der Tierarzt Dr. Laszlo Paizs aus Tansania im letzten Jahr schickte: „Die Anzahl verwaister Jungtiere, deren Mütter gewildert wurden, nimmt dramatisch zu. Wir brauchen dringend eine Auffangstation für die Waisen.“ Dank Ihrer Spenden ist das Elefantenhaus nun fertig – inklusive Raum für einen Wächter, damit die Tiere rund um die Uhr betreut werden. Ein geschultes Team päppelt die Kleinen mit Spezial-Milchpulver auf und bereitet sie auf ihr Leben in Freiheit vor. Von den Spenden wurden außerdem medizinische Geräte und Medikamente gekauft.

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So helfen Ihre Spenden dem Regenwald Um ihren Regenwald zu retten,
besetzen die Aktivisten einen Bagger

4- Malaysia / Sarawak

Der Bundesstaat Sarawak auf Borneo ist ein Zentrum der Waldvernichtung weltweit. Im Lebensraum der Iban roden Palmöl- und  Holzfirmen seit Jahrzehnten rücksichtslos den Regenwald. Um ihn vor weiterer Zerstörung zu schützen, haben sich die Indigenen zur „Vereinigung der Iban in Sarawak“, SADIA, zusammengeschlossen.

Einer von ihnen ist Matek Geram. Die Dorfbewohner rufen ihn, wenn ihr Wald in Gefahr ist. Dann fährt er oft Hunderte Kilometer, um die Menschen zu unterstützen. Matek berät die Betroffenen, dokumentiert mit der Kamera Fälle von Landraub und bringt sie vor Gericht. Matek und seine Familie leben selbst in großer Armut. Doch Versuche von Unternehmen, ihn mit Geld ruhigzustellen, weist er zurück. „Ich liebe den Wald. Ohne ihn haben wir keine Zukunft“, sagt er.

Rettet den Regenwald-Mitarbeiter Mathias Rittgerott hat Matek im Dezember 2015 besucht. Und war beeindruckt, mit welcher Entschlossenheit die Aktivisten gegen illegal abholzende Plantagenfirmen vorgehen. Matek Geram hat sogar die weite Reise nach Deutschland nicht gescheut, um auf das Drama in seiner Heimat aufmerksam zu machen – bei einer Demo vor dem Firmensitz des Motorsägen-Herstellers Stihl in Waiblingen (s. auch Seite 3). Wir werden die Zusammenarbeit mit SADIA weiter ausbauen.

Spendenprojekt: Malaysia / Kämpfer für den Regenwald

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So helfen Ihre Spenden dem Regenwald Regenwald zu pflanzen ist aufwendig
und teuer. Erst werden die Samen
gesammelt und in einer Baumschule
aufgezogen – ein Bäumchen kostet
6,50 Euro

5- Australien / Aufforstung

Die Wälder im Bundesstaat Queensland gehören zu den ältesten der Welt. Dort sind mehr als die Hälfte aller Fledermaus- und Schmetterlingsarten des Kontinents zu Hause. Doch ihr Lebensraum musste immer mehr Siedlungen, Äckern und Plantagen weichen.

Deshalb startete Annie Schoenberger ein außergewöhnliches Projekt: Am Rand des Unesco-Welterbegebietes Daintree National soll auf 15 Hektar einer ehemaligen Zuckerrohrplantage ein neuer Regenwald heranwachsen – für Flughunde und viele andere Arten.  70.000 Bäume werden Annie und ihre Kollegen der Organisation NightWings pflanzen – unterstützt von Rettet den Regenwald. Für die erste Pflanzaktion hat das Team Samen von gut einem Dutzend Baumarten gesammelt und Setzlinge aufgezogen. Flughunde und andere Tiere werden dann Pollen und Früchte herantragen und ein vielfältiges Ökosystem schaffen. Die Fledertiere liegen Annie besonders am Herzen. Sie päppelt verwaiste Junge auf und pflegt verletzte Tiere gesund.