Stoppt den Raubbau in Tansanias Bergen

Wird der Wald weiter zerstört, droht das gesamte Areal mit über 250.000 Einwohnern zu vertrocknen.

Das Land rund um Chome im Norden Tansanias trocknet aus. Schuld daran ist der illegale Raubbau in den Shengena-Bergen, zu deren Füßen das Dorf liegt. Mit riesigen Baggern baut dort eine dubiose Firma Bauxit ab – und zerstört die Wasserquelle der gesamten Region. Helfen Sie den Bewohnern, ihr Land zu retten

Dichte Wälder überziehen die Shengena-Berge. Sie sind die Lebensgrundlage für die umliegenden Dörfer, beherbergen seltene Tier- und Pflanzenarten und umschließen das Waldschutzgebiet Chome Forest Reserve. Vor allem aber versorgen sie die gesamte Region Same mit Wasser – bislang. Denn auf dem Gebirgskamm sind die Bäume blanker roter Erde gewichen. Eine dubiose Firma mit wechselnden Namen fördert hier Bauxit. Derzeit nennt sie sich Willy Enterprise LTD.

Den roten Rohstoff für die Aluminiumindustrie bringen große Lastwagen ins Tal. Für den Abtransport wurde eigens eine Straße in den Berg gekerbt, sie erleichtert nun auch illegalen Wilderern und Holzfällern den Zugang in den fruchtbaren Wald. Der Rohstoff wird in das Nachbarland Kenia geschafft und von dort nach Asien verschifft.

Die gesamte Region droht auszutrocknen, wenn die Wasserquelle in den Bergen versiegt. Landwirtschaft wäre dann unmöglich, schon jetzt klagen die Bauern über immer schmalere Ernten. Der Raubbau droht ihnen ihre Lebensgrundlagen zu nehmen.

Die Bauxit-Firma arbeitet illegal – ohne das Einverständnis der Anwohner, denen das Land laut tansanischem Gesetz gehört, und mit einem so genannten Vertrag voller gefälschter Unterschriften und schwammigen Formulierungen. Seit Juni 2012 verstößt sie auch gegen ein staatlich verhängtes Abbauverbot. Doch der Raubbau geht weiter.

Möglich mache das die Korruption, sind sich die Anwohner sicher. Einige von ihnen haben sich zu einer Protestgruppe zusammengeschlossen, doch ohne Hilfe sind sie machtlos gegen eine Firma, die mit Schmiergeldern Schweigen erkauft. „Wir vertrauen auf Gott, denn einen Anwalt können wir uns nicht leisten", sagen sie.

Helfen Sie den Bewohnern, sich gegen die Zerstörung Ihres Landes zu wehren und schreiben Sie der tansanischen Regierung.

Start der Aktion: 09.02.2013

Die Regierung von Tansania (Ministerium für natürliche Ressourcen und Tourismus) hat bei der UNESCO den Antrag gestellt, den "östlichen Ring der Berwälder Tansanias" als Weltnaturerbe anzuerkennen. Auch das Waldschutzgebiet von Chome gehört dazu.

Werden die Wälder weiter zerstört, droht nicht nur das gesamte Areal mit über 250.000 Einwohnern zu vertrocknen, auch die Biodiversität wäre bedroht.