Malaysia: Regenwaldreservat und Schildkröten schützen

In Malaysia ist einer der letzten Nistplätze der Grünen Meeresschildkröte in Gefahr: Die Regierung plant den Bau von Fabriken. Der Strand von Pasir Panjang und geschützter Regenwald würden durch die Industrie zerstört. Bitte unterzeichnen Sie die Petition an den Premierminister Malaysias

Malaysias Regierung muss Naturschutzgebiete und Nistplätze der Meeresschildkröten achten und den Bau von Fabriken im Bundesstaat Perak stoppen

Unterwasserfoto einer Meeresschildkröte am Riff Rund 200 Mio. Jahre hat die Grüne Meeresschildkröte überlebt – jetzt ist sie in großer Gefahr

Die Regenwaldreservate Tanjung Hantu und Segari Melintang gehören zu den Biodiversitäts-Hotspots im malaysischen Bundesstaat Perak. Sie sind die Heimat von Schildkröten, Makaken, Federschwanz-Tupaia, Schuppentieren und einer Vielzahl anderer bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Insgesamt 2200 Hektar stehen unter Schutz.

Auch die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) ist gesetzlich geschützt. In ganz Malaysia gibt es nur noch sechs Nistplätze dieser vom Aussterben bedrohten Art. Am Strand von Pasir Panjang schrumpft die Zahl der abgelegten Eier dramatisch. Der „Nationale Naturgesetz-Plan“ weist das Gebiet um Pasir Panjang als „sensible Umweltzone" aus.

Jetzt werden eine Gasanlage sowie eine Eisen-und Stahlfabrik auf mehr als 260 Hektar am und im Naturschutzgebiet geplant. Die Bauarbeiten sollen in wenigen Wochen beginnen. Die notwenige Infrastruktur mit Straßen, Parkplätzen und Wohnungen für mehr als 1000 Arbeiter werden das einzigartige Ökosystem extrem gefährden.

Doch nicht nur die Natur ist in Gefahr – auch die Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage, denn sie verdienen einen großen Teil ihres Einkommens mit Fischerei und Tourismus. Außerdem verursachen die giftigen Emissionen der Fabriken gesundheitliche Probleme und sauren Regen. Lokale Umweltschutz- und Menschenrechtsgruppen wie SAM oder CAP informieren und mobilisieren die Bevölkerung, um den Bau zu verhindern. Dazu brauchen sie den Druck und die Hilfe auf internationaler Ebene.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, diese sensiblen und einzigartigen Ökosysteme vor der Zerstörung zu schützen.

Turtle nesting site under threat from development

http://www.fz.com/content/turtle-nesting-site-under-threat-development

Sehr geehrte Herren Najib Tun Razak und Dr. Zambry Abdul Kadir,

das Gebiet um Segari im malaysischen Bundeststaat Perak beherbergt mehrere einzigartige Ökosysteme. Sowohl der Strand als auch die umliegenden Regenwaldreservate wurden als sensible Umweltzonen der Stufe 1 und 2 gemäß des „Nationalen Naturgesetz-Plans“ anerkannt.
Das bedeutet: Keinerlei Entwicklung dort ist erlaubt, es existieren nur wenige Ausnahmen für Ökotourismus, Forschungs-und Bildungsprojekte.

Deshalb bin ich über Ihre Pläne, an diesem Ort eine Stahlfabrik (Maegma Steel HRC) und eine Gasanlage (Liquified Natural Gas, ATI Gastechnologie) bauen zu lassen, sehr beunruhigt. Ich verstehe nicht, warum Sie Ihre eigenen Richtlinien missachten.

Durch diese Bauprojekte gefährden Sie zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Dazu gehört die Grüne Meeresschildkröte, die am Strand von Pasir Panjang ihren Lebensraum und eine der seltenen, bedeutenden Eiablagestätten findet. Aber auch endemische Tiere aus den angrenzenden Schutzgebieten des Tanjung Hantu Forest und Segari Melintang Forest werden gefährdet.

Außerdem ignorieren Sie, dass Ihr Land eine Verantwortung gegenüber den gefährdeten Pflanzenarten der international aufgestellten Roten Liste hat.

Der betroffene Regenwald ist reich an Mangroven und Dipterocarpaceen, davon sind zwei Arten in der Roten Liste aufgeführt: Shorea glauca als gefährdet und Shorea lumutensis mit dem Status „vom Aussterben bedroht“. Die industrielle Entwicklung im Gebiet der ungestörten Natur widerspricht eindeutig dem Nationalen Naturgesetz-Plan sowie weiteren Umweltschutzvorgaben.
Und die Bauarbeiten würden dem Image Malaysias weltweit schaden.

Hinzu kommt, dass Ihre eigene Bevölkerung unter den Folgen Ihres Vorhabens leiden wird. Die Fischer und die vom Tourismus lebenden Menschen werden einen großen Teil ihres Einkommens verlieren, und die toxischen Emissionen vom Stahlwerk werden die Gesundheit der lokalen Bevölkerung ernsthaft bedrohen.

Somit bitte ich Sie inständig darum, Ihre Entscheidung kritisch zu überprüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Informieren Sie Freunde und Bekannte:

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