Australien verbietet illegalen Holzhandel

Im malaysischen Bundesstaat Sabah wird illegales Tropenholz auf LKWs abtransportiert Illegale Waldrodung im malaysischen Bundesstaat Sabah (© BMF)

22.11.2012

Australien hat mit der Einführung eines gesetzlichen Verbots von illegalem Holzeinschlag ein klares Zeichen gesetzt. Damit schließt sich Australien den USA und der EU an, die bereits Richtlinien gegen den Handel mit rechtswidrig gefälltem Holz aus Übersee umsetzen

Laut eines Berichts des Umweltprogramms der UN (UNEP) kommen 15 bis 30 Prozent des weltweit gehandelten Holzes aus illegalen Quellen, wobei 30 bis 100 Milliarden US Dollar umgesetzt werden.

„Der illegale Holzhandel ist ein Handel, von dem niemand profitiert“, sagt Forstminister Joe Ludwig. „Er gefährdet Arbeitsplätze, er gefährdet die Holzindustrie und er gefährdet die Umwelt.“ Mit dem neuen Gesetz wird es zur Straftat, illegal geschlagenes Holz auf den australischen Markt zu bringen und Holz zu verarbeiten, das in Australien illegal geschlagen wurde. 

„Illegale Abholzung geht häufig mit Landraub und der Verwüstung von Nationalparks einher und führt zu Korruption und Menschenrechtsverletzungen“, sagt der Waldaktivist von Greenpeace Australien Pazifik, Reece Turner. „Es ist eine enorme Herausforderung für viele Länder unserer Region wie Indonesien, Papua-Neuguinea und Kambodscha“, fügt er hinzu.

Eine breite Koalition aus Umweltgruppen sowie Einzelhändler haben auf die Durchsetzung des Gesetzes gedrängt. Die Strafen umfassen Bußgelder bis zu 275.000 australische Dollar (221.600 Euro) für Unternehmen oder 55.000 Dollar (44.320 Euro) für Einzelpersonen und 5 Jahre Haft für den Import und die Verarbeitung von illegalem Holz und Holzprodukten. 

Die europäische Union wird den Import von illegal geschlagenem Holz in den EU-Markt ab März 2013 stoppen. 

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