Serengeti: Die Tiere haben gesiegt!

Gnus am Fluß in der Serengeti Gnus in der Serengeti (Foto: Xavier Surinyach Mateu) (© Xavier Surinyach Mateu)

30.06.2014

Ein großer Erfolg: Der Ostafrikanische Gerichtshof hat Pläne für eine asphaltierte Straße durch den Serengeti Nationalpark gestoppt. Damit wird eine drohende Zerstörungen des Ökosystems verhindert.

Die Richter hoben in ihrer Entscheidung den schützenswerten Status der Serengeti als Welterbe hervor. Der Highway hätte vor allem Gnus und Zebras während ihrer jährlichen Wanderung beeinträchtigt. Mit dem Bau hätte die Regierung Tansanias zudem internationale Verträge und Konventionen zum Natur- und Artenschutz gebrochen.

„Heute hat die Natur gesiegt", sagte Josphat Ngonyo, Exekutivdirektor des Africa Network for Animal Welfare (ANAW), das im Dezember 2010 Klage gegen die umstrittene Fernstraße erhoben hatte. Diese sei kein Versuch, sich in die Angelegenheiten Tansanias zu mischen, wie die Regierung unterstellt hatte.

Vor kurzem hat der tansanische Minister für Tourismus versichert, sein Land habe "vor geraumer Zeit beschlossen, das Projekt des Serengeti-Highway zu stoppen". Im Auftrag der Regierung erstellt die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) derzeit eine Machbarkeitsstudie für alternative Routen.

Die Bedrohung der Serengeti bleibt bestehen

Laut Serengeti Watch bestehen weiterhin Pläne, das Straßennetz der nördlichen Regionen auszubauen. Die Trassen liegen zwar außerhalb der Parkgrenzen, allerdings im Bereich des Serengeti-Ökosystems. Trotz des gerichtlichen Verbots von Asphaltstraßen wolle die Regierung Tansanias saisonale Feldwege zu Schotterwegen ausbauen, selbst wenn diese nicht vom öffentlichen Verkehr benutzt werden dürfen. Zunehmender Verkehr erhöhte den Druck, die befestigten Straßen irgendwann durch den Park zu verbinden, fürchtet die Organisation.

Das geplante Straßennetz und andere Umweltbedrohungen, wie die Errichtung einer Sodafabrik im Siedlungsgebiet der weltgrößten Population von Zwergflamingos, waren Anlass für die Petition von „Rettet den Regenwald“ an die tansanische Regierung. Zusammen mit Serengeti Watch haben wir öffentlichkeitswirksame Kampagnen gestartet, um die Serengeti zu schützen. Diesmal haben wir Erfolg. Wir danken allen, die uns mit ihrer Unterschrift unterstützen.

Die Aktion „Rettet die Elefanten Tansanias“ geht weiter.