Das haben wir dank Ihrer Unterstützung erreicht

Indigene vom Volk der Mundurukú demonstrieren Mundurukú in Brasilien verhindern Staudamm im Regenwald (© Aaron Vincent Elkaim)

04.09.2017

Wir werden oft gefragt: „Bringt eure Arbeit etwas? Habt ihr Erfolg gegen diejenigen, die Wälder und Natur zerstören?“ Unsere Antwort: Ja, Ihre Unterschriften unter unseren Petitionen bewegen etwas. Ja, unseren Partnern gelingt es, die Natur zu bewahren.

Häufig sind wir mit unseren Petitionen erfolgreich:

- In Malaysias Bundesstaat Sabah wurde ein Brückenbauprojekt verhindert, das den Lebensraum von 700 Elefanten bedroht hat. Die Regierung hat betont, dass die Kritik von Umweltschützern zu der Entscheidung geführt hat. Wir hatten 237.000 Unterschriften gesammelt.

- 265.000 Unterschriften haben dazu beigetragen, dass der internationale Handel mit Pangolinen jetzt verboten ist.

- Insgesamt 357.000 Unterschriften haben geholfen, den Lebensraum von Chiles Humboldt-Pinguinen vor Bergbauprojekten zu schützen.

- Internationaler Protest war einer der Gründe, warum in Brasilien der Bau eines Mega-Staudamms im Wald der Mundurukú gestoppt wurde. Wir haben 196.000 Unterschriften beigesteuert.

Langer Atem und politische Tagesordnung

Erfolge lassen sich nicht immer eins-zu-eins darstellen. Manche Unterschriftenaktionen führen erst nach Jahren zum Ziel und tragen dazu bei, Themen auf die politische Tagesordnung zu setzen.

- Auch dank unserer Petition mit bislang 360.000 (!) Unterschriften wissen Europas Politiker, dass sie mehr gegen den Handel mit Elfenbein tun müssen. 

- Unsere jahrelange Kampagne hat dazu geführt, dass sich kein Politiker bei den Themen Palmöl und Biosprit auf Nichtwissen berufen kann, wenn sie ihre katastrophale Politik beibehalten. Bei laufenden Petitionen dazu haben wir 208.000 Unterschriften (Krebsgefahr durch Palmöl) und 330.000 (!) beziehungsweise 269.000 Unterschriften (Palmöl in Biosprit) gesammelt.

- Zahlreiche Petitionen vor allem in Indonesien führen dazu, dass sich Plantagenfirmen, Palmöl-Händler und Konzerne wie Unilever und die Deutsche Bank immer wieder rechtfertigen müssen oder gar Gerichtsprozesse verlieren.

Ihre Spenden helfen

Nicht nur Ihre Unterschriften tragen dazu bei, die Natur zu schützen, sondern auch Ihre Spenden. Hier eine kleine Auswahl ermutigender Projekte unserer Partner in Asien, Afrika und Lateinamerika:

- In Nigeria verteidigen die Ekuri ihren Regenwald gegen ein Straßenbauprojekt. Sie haben eine Allianz zahlreicher Dörfer geschmiedet und den Protest international bekannt gemacht. Jetzt bildet Martins Egot Öko-Guards aus, die den Wald beschützen. Die bislang 275.000 Unterschriften, die wir gesammelt haben, zeigen der Regierung im Bundesstaat Cross River: Die internationale Gemeinschaft schaut ihnen auf die Finger.

- In Malaysia sammelt der Umweltschützer Matek Geram Beweise gegen Palmölfirmen, die Dorfbewohnern das Land rauben und dort Plantagen anlegen. Zahlreiche Unternehmen hat er bereits vor Gericht gebracht – und Prozesse gewonnen.

- In Peru kaufen unsere Partner Regenwaldgrundstücke und stellen sie unter Schutz. Mehr als 200 Hektar haben sie bereits gesichert. Mit dem Kauf soll verhindert werden, dass eine Kakao-Firma immer mehr Regenwald erwirbt und für Plantagen rodet. Mit einem Permakultur-Projekt erzielen die Bauern ein Einkommen, ohne den Regenwald zu schädigen.

- In Liberia arbeiten Schimpansen-Forscher um Professor Christophe Boesch daran, einen Nationalpark zu gründen. Hunderte Primaten leben in diesem Paradies von über 100.000 Hektar Fläche. Wir machen auf die Bedrohung der Schimpansen aufmerksam – und haben bislang 100.000 Unterschriften gesammelt.

- In Indonesien pflanzt der Förster Bazuki zahllose Setzlinge, damit der zerstörte Wald der Orang-Utans in Kalimantan wieder wächst. Gelegte Feuer hatten ihn zerstört. Unsere Partner Feri und Udin bekämpfen Palmölfirmen ohne Unterlass. Auf Sulawesi hat es das Netzwerk JATAM geschafft, dass 250 Bergbau-Firmen schließen mussten.

Daheim das Bewusstsein schärfen

Unsere Arbeit trägt dazu bei, in Deutschland und Europa das Bewusstsein zu schärfen, wie unser Konsum Regenwald zerstört. Dabei geht es um Palmöl, Soja für die Massentierhaltung, Gold- und Aluminiumgewinnung, Tropenholz. Dass in Europa inzwischen über die katastrophale Biosprit-Politik der EU intensiv diskutiert wird, ist ein Verdienst der Umweltschutzgruppen und Menschenrechtsorganisationen.

Diese Erfolge sind dank Ihrer Unterstützung möglich.