Nationalpark für Schimpansen - Dank Ihrer Spenden

Schimpanse in Liberia

24.08.2017

Super-Nachricht aus Afrika! Liberia ruft den neuen Grebo-Krahn Nationalpark aus, um Schimpansen und deren Lebensraum zu schützen. Mehr als 300 der vom Aussterben bedrohten Tierart sind damit unter Schutz gestellt. Treibende Kraft hinter dem neuen Reservat ist die Wild Chimpanzee Foundation (WCF). Wir haben sie mit Spenden unterstützt - und freuen uns riesig!

Die Einrichtung des Nationalparks kommt zu einer kritischen Zeit: Die Westafrikanischen Schimpansen gelten seit kurzem als akut vom Aussterben bedroht. In den vergangenen 20 Jahren ist die Population um 80 Prozent auf nun noch 35.000 Tiere geschrumpft. Weil das Aussterben der Art droht, hat der Erhalt des Lebensraumes oberste Priorität.Liberia spielt bei der Rettung der Art eine entscheidende Rolle, weil dort noch große intakte Waldgebiete existieren.

Die Schimpansen-Schützer der WCF um Professor Christophe Boesch haben in aufwändigen Expeditionen die Artenvielfalt im Wald von Grebo-Krahn erforscht, effektiv mit Behörden - allen voran der Forestry Development Authority - lokalen Organisationen und der Bevölkerung zusammengearbeitet und schließlich die Grenzen des Schutzgebiets gekennzeichnet, indem Bäume markiert wurden.

Auf der Zielgeraden hätte das Projekt scheitern können: Zwar hatte Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf dem Nationalpark bereits zugestimmt, es fehlte jedoch noch das Votum einer Parlamentskammer – und am 10. Oktober 2017 wird in Liberia gewählt, der Wahlkampf hat bereits begonnen.

In den WCF-Büros in Leipzig und Liberia flogen daher die Sektkorken, als sich am 22. August auch die zweite Kammer für den Nationalpark aussprach, wenige Tage vor dem Ende der Legislaturperiode. In der Endphase hatte Rettet den Regenwald das Nationalpark-Projekt mit Spenden unterstützt. „Ohne Euch hätten wir das nicht vor den Wahlen geschafft und das ganze hätte sich noch Jahre hinziehen können. Oder wäre vielleicht gar nicht passiert, falls die zukünftige Regierung andere Prioritäten hat“, sagt Dr. Annika Hillers, die das WCF-Büro in Liberia leitet.

Wir sammeln weiter Spenden

Sie konzentriert sich jetzt darauf, ein weiteres Schutzgebiet zu gründen: den Krahn-Bassa Nationalpark. Auch hier ist Rettet den Regenwald bereits engagiert. Die WCF-Forscher wollen in wenigen Wochen exakte Zahlen vorlegen, wie viele Schimpansen und weitere seltene Tierarten wie Waldelefanten, Zwergflusspferde und Pangoline in dem Waldgebiet leben. Erste Erkundungsmissionen waren so vielversprechend, dass das Untersuchungsgebiet, das sich ursprünglich auf den Wald von Gbi erstreckte, ausgeweitet wurde. Nun beginnt der langwierige Prozess, die lokale Bevölkerung einzubinden.

In Guinea ist es zur Etablierung des vorgeschlagenen Moyen-Bafing Nationalparks noch ein weiter Weg – weil hier 5.000 Schimpansen leben, muss das Projekt gelingen!

Nötig sind dafür aufwändige – und teuere – Studien über die Artenvielfalt. Die örtliche Bevölkerung muss eingebunden werden, Behörden und Politiker müssen überzeugt werden. Mit der Ausrufung eines Nationalparks ist die Arbeit nicht getan: Dauerhaft müssen Eco-Guards, die aus der Dörfern der Region stammen, durch den Wald patrouillieren.

Ihre Spende hilft, den Lebensraum von Schimpansen, Zwergflußpferden und Waldelefanten zu sichern. Vielen Dank!