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Eine Urwaldpiste zieht sich durch den Regenwald im Cross River Nationalpark
Nach New Ekuri führt lediglich eine Lehmstraße. Holzfäller-Schneisen richten großen Schaden an (© Rettet den Regenwald / Mathias Rittgerott)

Holzfirma muss fast 10.000 Euro Entschädigung zahlen

09.03.2026Nigeria: Das Volk der Ekuri feiert einen großen Erfolg gegen die Holzfirma Ezemac International. Als die im Gemeindewald illegal Bäume gefällt hat, haben sich junge Dorfbewohner dagegen gewehrt, der Naturschützer Martins Egot wurde sogar zeitweise festgenommen. Jetzt hat sich Ezemac verpflichtet, die Rechte der Ekuri zu respektieren und fast 10.000 Euro Entschädigung zu zahlen.


„Das wichtigste Ergebnis ist für mich, dass die Gemeinschaft von New Ekuri als rechtmäßige Hüterin unseres Waldes offiziell anerkannt wurde. Die Vereinbarung bestätigt, dass kein Unternehmen ohne unsere ausdrückliche Zustimmung rechtmäßig in unserem Wald tätig werden darf“, sagt Martins Egot, Gründer unserer Partnerorganisation PADIC Africa.

Dies ist nicht nur ein Sieg für New Ekuri, sondern auch ein wichtiger Präzedenzfall für Gemeinden in ganz Nigeria, die ihr ökologisches Erbe verteidigen.

Die indigenen Ekuri bewahren seit vielen Jahren ihren mehr als 33.000 Hektar großen Gemeindewald – ein weltweit respektiertes Beispiel für funktionierenden Waldschutz, das mit dem Equator Prize der Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde. 

Die Firma Ezemac International (Nig.) Ltd. hat am 16. Februar 2026 eine Vereinbarung mit den Einwohnern von New Ekuri unterschrieben. Rettet den Regenwald hat Martins Egot nach der Festnahme sowie seit längerem die Eco-Guards seiner Organisation PADIC Africa finanziell unterstützt. Getroffen wurde die Einigung auf Vermittlung von Parlamentariern im Bundesstaat Cross River.

Ezemac International verpflichtet sich darin, umgerechnet 9.250 Euro Entschädigung an die Indigenen von New Ekuri zu bezahlen. Dabei geht es um den Wert des illegal geschlagenen Holzes, aber auch die Kosten für die Beseitigung der Umweltzerstörung. So muss Ezemac die Renaturierung von in den Regenwald geschlagenen Schneisen und die Wiederbewaldung finanzieren. Dazu gehört die Aufzucht von 10.000 Setzlingen in einer Baumschule.

„Die ökologische Wiederherstellung aller mit Bulldozern angelegten Zufahrtsstraßen ist zwingend erforderlich, um Erosion und unbefugten Zugang zu verhindern“, erklärt Martins Egot. Die Eco-Guards werden die Baumschule anlegen und die geschädigten Stellen neu bepflanzen, die technische Überwachung und Koordination übernimmt PADIC-Africa. 

Erst wenn das Geld überwiesen worden ist, darf die Firma bereits geschlagenes Holz abtransportieren. „Keine Zahlung, keine Abfuhr“, so Martins Egot.

Wir setzen uns weiterhin entschlossen für den Schutz unseres Regenwaldes ein – unseres Erbes, unseres Schutzschildes für das Klima und des Vermächtnisses, das wir künftigen Generationen hinterlassen. Dies ist nicht nur ein lokaler Erfolg. Es ist ein bedeutender Schritt vorwärts für die Umweltgerechtigkeit in Nigeria.

Die Vereinbarung zeige, dass „Gemeinschaften ihre Wälder mit rechtmäßigen und friedlichen Mitteln verteidigen können“, so Martins Egots positive Bilanz, obwohl er wegen seines Widerstands gegen den Holzeinschlag vorübergehend festgenommen worden war. „Wir haben uns für Gesetzestreue statt Konfrontation, für Dialog statt Zerstörung und für institutionelle Prozesse statt Chaos entschieden. Heute herrscht Frieden.“

Wir bleiben wachsam

Martins Egot und andere Umweltschützer warnen zugleich davor, blauäugig zu sein. „Wir werden die Entwicklungen weiterhin genau beobachten“ sagt Odey Oyama, Direktor der Organisation Rainforest Resource and Development Center (RRDC). Ihm geht es dabei vor allem um die Umsetzung eines Exportsverbots für Holz, das Nigerias Präsident Bola Tinubu im Oktober 2025 verhängt hat. 

Für uns ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Rechtsstaatlichkeit gewahrt bleibt, die Waldrechte der Gemeinden respektiert werden und die Umweltvorschriften sowie die nationalen Verpflichtungen Nigerias zum Schutz der Wälder eingehalten werden“, so Odey Oyama.

Unsere Petition Die Zeit läuft ab für Nigerias Wälder. Exportverbot durchsetzen – jetzt! ist daher äußerst relevant und aktuell! Bitte unterschreiben Sie, falls Sie es noch nicht getan haben.

Rettet den Regenwald arbeitet seit zehn Jahren mit Martins Egot, Odey Oyama und anderen Naturschützer in Nigeria zusammen. Gemeinsam haben wir einen geplanten „Superhighway“ verhindert.

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