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eine Gruppe Menschen mit Brief
Einwohner von Beutong überreichen am 18. Juni 2026 im Parlament ihren Brief an den Präsidenten: Kein Goldabbau im Wald von Beutong! (© APEL Green Aceh)
Demo mit Banner "Stopp Bergbau"
Friedliche Aktionen, Filme, Radioprogramme, Eingaben, Dialoge zeigen Mut und Entschlossenheit von Beutong (© APEL Green Aceh)
Gruppe mit Petition im Parlament in Banda Aceh
Fast 90.000 Menschen aus aller Welt unterstützen die Petition "Keine Goldmine im Wald der Tiger!" (© Aceh Wetland Forum)
Plakat des Films Pawang Uteun, Ausschnitt
Dörfer, Kinos, Universitäten zeigen den Film über den "Meister des Waldes" (© APEL Green Aceh)
Regenwald in den Bergen von oben
Die Wälder von Beutong Ateuh sind Habitat der Sumatra-Tiger (© APEL Green Aceh)

"Wir wehren uns gegen Bergbau - bis zum Tode!"

19.06.2026Indonesien: Petitionen und Kampagnen brauchen Mut und Ausdauer. Nach acht Jahren Widerstand gegen Goldminen überreichten die Menschen von Beutong am 18. Juni einen Brief im Parlament - mit der Unterstützung von 87 Organisationen aus aller Welt.


Das Land haben wir in Wahrheit von unseren Kindern und Enkeln geliehen. Wir möchten es ihnen in intaktem Zustand, nicht abgeholzt und zerstört, zurückgeben.

Oft werden wir gefragt: Was passiert mit den Petitionen? Hilft meine Unterschrift wirklich?Unsere Antwort: Manchmal erregt eine Petition sofort Aufmerksamkeit. Meist braucht es mehr: den Dialog mit den Empfängern, Auftritte in den Medien, Aktionen und nicht selten langjährige Kampagnen. 

Zum Beispiel die Petition Keine Goldmine im Wald der Tiger auf Sumatra! gegen eine neue Goldmine im Landkreis Beutong Ateuh mitten im Leuser-Ökosystem. Gestartet Ende 2023, haben fast 90.000 Menschen aus aller Welt sie unterzeichnet. 

Zwölfmal wurde die Petition offiziell überreicht; zuletzt haben lokale Frauen-, Jugend- und Umweltgruppen sie im September 2025 mit 85.196 Unterschriften an den Gouverneur von Aceh und an das Parlament der Provinz übergeben. Zwölf Termine - das ist Rekord! Dieses unglaubliche Engagement der Bevölkerung zeigt, mit welcher Ausdauer sie ihren Regenwald verteidigt und welch hohe Bedeutung sie der Petition beimisst.

Hat die Petition Wirkung gezeigt? Ja, denn die Firma, die die Goldmine errichten wollte, ist spurlos verschwunden. Und nein, denn wir erfuhren, dass zwei andere Unternehmen Genehmigungen für Goldabbau erlangt haben. Die Menschen von Beutong wurden weder gefragt noch konsultiert. In ihrer Verzweiflung haben sie am 1. Mai 2026 einen Brief an den Präsidenten geschrieben: Kein Goldabbau im Wald von Beutong!.

Seither demonstrieren sie täglich, sind in Fernsehen und Radio präsent, bei Seminaren und an Universitäten dabei, haben einen Film über ihr indigenes System des Waldschutzes und den Meister des Waldes gedreht. 

In Solidarität und zur Unterstützung des Widerstandes gegen die Zerstörung haben 87 Organisationen ebenfalls an den Präsidenten geschrieben: ( 3 Seiten plus Liste der Unterzeichner, deutsch)

In großer Sorge um die Wälder Acehs, das Leuser-Ökosystem und das Ulu-Masen-Ökosystem sowie um die Zukunft kommender Generationen auf unserer Erde und in Solidarität mit der Bevölkerung von Beutong Ateuh

Der Brief an den Präsidenten im Parlament

Am 18. Juni 2026 hat eine Delegation aus Vertretern der lokalen Frauen-, Jugend- und Umweltvereine mit dem Provinzparlament über die Problematik von Goldabbau diskutiert und den Brief offiziell übergeben. 

  • Nach acht Jahren Widerstand bleibt die Vergabe von Bergbaugenehmigungen immer noch intransparent. 
  • Das Recht der Indigenen auf vorherige, freie und informierte Zustimmung wird konsequent ignoriert. 
  • Die Bedeutung des Leuser-Ökosystems für die Biodiversität und das Klima wird offensichtlich bewusst missachtet, ebenso die 
  • Gefahr von Katastrophen wie Erdrutsche, Überschwemmungen und Erdbeben, sowie die historische Bedeutung von Beutong Ateuh
  • Echte Lösungen, so die Delegation, sind Waldnutzung und Waldschutz nach indigenen Gesetzen, umweltfreundliche und nachhaltige Landwirtschaft, die ein Leben in Würde ermöglichen. 
  • Dringend sei die offizielle Anerkennung des Indigenen-Territoriums. 

Eine ausführliche Darstellung der Diskussion im Parlament finden sie auf unserer indonesischen Webseite (auf Indonesisch).

"Der Kampf der Bevölkerung von Beutong Ateuh ist ein Symbol für die große Frage:

Steht der Staat angesichts der globalen Klimakrise an der Seite der Menschen, die den Wald schützen, oder an der Seite der Investoren und opfert damit Geschichte, Umwelt und Zukunft?"

 

  1. Hier befindet sich das Massengrab von Soldaten der Widerstandskämpferin Cut Nyak Dhien, 1899 getötet von niederländischen Truppen. In einem weiteren Massengrab liegen Dutzende Zivilisten, 1999 vom indonesischen Militär getötet, eine Tragödie, die zu den schweren Menschenrechtsverbrechen gezählt wird.

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