Wir pflanzen Hoffnung

Mangrovenfeld auf Samal Island mit U. Kromber, Projektkoordinator Mangrovenfeld auf Samal Island mit Projektkoordinator U. Kronberg

12.06.2012

Rettet den Regenwald hat bisher circa 185.000 Mangroven-Setzlinge im Golf von Davao / Philippinen pflanzen lassen. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Mangroven als Küstenschutz und Brutstätte für Fische – um nur zwei Vorteile von vielen zu nennen – hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.

Rettet den Regenwald hat bisher circa 255.000 Mangroven-Setzlinge im Golf von Davao / Philippinen pflanzen lassen. Die vor Ort tätige Organisation Mama Earth Incorporated (Register No. CN 2010 309 36) lässt von Fischern Samen sammeln, aus denen in Baumschulen Setzlinge heranwachsen. Wenn diese nach circa sechs Monaten eine Höhe von circa 30 bis 40 Zentimetern erreicht haben, können sie „ausgewildert“, meint gepflanzt, werden.

Mama Earth ist auch Ansprechpartner für alle Organisationen (Schulen, Fischer-Verbände, Bezirksämter etc.), die in ihrer Region Mangroven pflanzen möchten. Die Setzlinge werden kostenlos abgegeben wenn eine schriftliche Anfrage (Request Letter) mit der Bezeichnung der Fläche vorgelegt wird, auf der später die Mangroven gepflanzt werden sollen. Falls die Bestände in den Baumschulen nicht ausreichen, werden Setzlinge von freien Mangrovenzüchtern (Fischer, die es als Nebenerwerb betreiben) zugekauft.

Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Mangroven als Laichzone für Fische und Küstenschutz – um nur zwei Vorteile von vielen zu nennen – hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Was noch vor einem Jahrzehnt belächelt wurde, wird heute von Schülern und Studenten tatkräftig unterstützt. Sehr hilfreich ist die bestehende Verordnung, dass einige High Schools eine Bestätigung von der Gemeinde verlangen, dass der angehende Student fünf Bäume gepflanzt hat.

Seit Januar 2012 bereitet Rettet den Regenwald eine große Pflanzung an verschiedenen Orten vor, die durch die Umweltbank (www.umweltbank.de) finanziert wird. Das Kapital stammt aus der Aktion, dass für jedes neu eröffnete Konto seit Beginn diesen Jahres 20 Mangroven gespendet werden.

Um eine möglichst große Anzahl von Setzlingen zu produzieren, wurden neunzehn Mangroven-Baumschulen entlang des Küstenstreifens am Golf eingerichtet. Die Baumschulen (Nurseries) sind simpel: meistens nur Gestelle aus Bambus mit einem Blätterdach, mitunter einfach ein schattiger Platz unter großen Bäumen, die am Ufer stehen, weil die Pflanzen die ersten vier Monate vor der Sonne geschützt aufwachsen müssen. Wichtig ist, um Transportkosten zu sparen, die Jungpflanzen in der Nähe des Ortes aufzuziehen, wo sie später ausgewildert werden sollen.

Die Koordinaten der Areale, in denen Mangroven gepflanzt werden, sind durch GPS-Daten dokumentiert.