3 Jahre Gefängnis für Regenwaldkämpfer

Rodung zur Aufzucht von Ölpalmsetzlingen im Regenwald Nasako Bessingi soll ins Gefängnis, weil er für Kameruns Regenwälder kämpft (© Greenpeace / Alex Yallop)

18.12.2015

Der Naturschützer Nasako Bessingi ist von einem Gericht in Kamerun verurteilt worden, weil er seit Jahren gegen den US-Konzern Herakles Farms kämpft. Der will in seiner Heimat tausende Hektar Wald für Palmöl-Plantagen roden. Nasako geht gegen das ungerechtfertigte Urteil in Berufung.

Nach dem Urteil eines Gerichts in Mundemba im Südwesten Kameruns soll Nasako für drei Jahre ins Gefängnis oder 1.800 Dollar Strafe zahlen. Außerdem soll er 18.000 Dollar Entschädigung leisten.

Herakles hatte Nasako im Dezember 2013 wegen Diffamierung von Mitarbeitern und anderer Delikte angeklagt. Er soll „falsche Nachrichten über das Internet verbreitet" haben. Die Klage stützt sich auf eine E-Mail von Nasako vom August 2012. Darin berichtete er, wie er von Mitarbeitern der Firma angegriffen worden sei.

Rettet den Regenwald hatte daraufhin in einer Petition von Herakles gefordert, die Klage zurückzuziehen. 80.635 Menschen hatten den Aufruf unterschrieben.