Peru schafft riesigen Nationalpark im Amazonasregenwald

Amazonas Regenwald mit Text "Jetzt geschützt!" Peru: 868.927 Hektar Regenwald zum Nationalpark erklärt (© swisoot/iStock - Montage Rettet den Regenwald)

19.01.2018

Indigene Einwohner und Umweltschützer feiern einen wichtigen Erfolg in Peru. Die Regierung des südamerikanischen Landes hat 868.927 Hektar Regenwald zum Nationalpark erklärt. Der Yaguas Nationalpark ist damit 36 Mal so groß wie der Nationalpark Bayrischer Wald in Deutschland.

Der Yaguas Nationalpark schützt auch die Lebensgrundlagen und Rechte der indigenen Einwohner. 30 Jahre lang haben diese für die Unterschutzstellung des Regenwaldes gekämpft. Mit ihrer umweltschonenden Lebensweise haben die 29 Dörfer der Ureinwohner bis heute die Naturschätze des Gebietes bewahrt und vor Eindringlingen verteidigt.

Dazu gehören illegale Goldsucher, die mit Barkassen, Pumpen und Quecksilber Goldstaub in den Sedimenten der Urwaldflüsse schürfen. Bereits mehrfach wurden solche Aktivitäten auf dem Yaguas-Fluss festgestellt. Durch die Goldsuche wurden bereits riesige Flussgebiete komplett zerstört und mit dem hochgiftigen Schwermetall verseucht. Große Teile des peruanischen Regenwaldes sind nach wie vor auch von Tropenholzfirmen sowie Plantagen mit Ölpalmen und Kakao bedroht.

Das im Norden von Loreto im Amazonasregenwald liegende Urwaldgebiet weist eine enorme Artenvielfalt auf, die nun unter besonderen Schutz gestellt wurde. 550 verschiedene Fischarten wurden von Biologen in dem Flusssystem gezählt, die auch die Heimat von Seekühen, Flussdelfinen und Riesenottern sind. Bis zu 3.500 Pflanzen-, 110 Amphibien-, 100 Reptilien-, 500 Vogel- und 160 Säugetierarten wurden dort bereits bestimmt.