Rettet die ökologische Arche Noah im Pazifik!

Tahiti-Taube  vor dem Makatea-Atoll vor Das Makatea-Atoll ist die Heimat der seltenen Tahiti-Taube (© Fred Jacq + Bleu lagon productions - Montage : S. Harmat RdR)

Das Makatea-Atoll in Französisch-Polynesien ist ein einzigartiges Naturparadies. Nun will ein australisches Unternehmen Phosphat auf der winzigen Insel mitten im Pazifik abbauen – zur Produktion von Dünger. Bitte unterstützen Sie die Einwohner von Makatea, die Katastrophe abzuwehren.

Appell

An: Umweltministerin Ségolène Royal und der Präsident von Französisch-Polynesien, Edouard Fritch

„Das Makatea-Atoll im Pazifik darf nicht dem Phosphatabbau zur Herstellung von Dünger geopfert werden“

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Vor Millionen Jahren wurde das Atoll Makatea von den Kräften der Erde aus dem Südpazifik gehoben. Hohe Klippen aus weißem Kalkstein umrahmen die 28 Quadratkilometer große Insel. Sie beherbergt noch weitgehend unberührte Ökosysteme mit einer einzigartigen Vegetation. Bedrohte Arten wie die Tahiti-Taube, die nur noch auf Makatea vorkommt, finden dort ihren letzten Lebensraum.

Der französische Filmemacher Michel Huet (siehe Kurzvideos und Langversion) sieht Makatea als Arche Noah von Französisch-Polynesien. Denn während die meisten Atolle Polynesiens wohl bald dem Klimawandel zum Opfer fallen und vom steigenden Meeresspiegel überflutet werden, ragt die Insel über hundert Meter aus dem Pazifik auf. Die auf Makatea vorkommenden Ökosysteme sind mit ihren Pflanzen und Tieren vor den Wassermassen geschützt.

Doch jetzt ist Makatea in großer Gefahr: Australische Investoren wollen Phosphat auf der Insel abbauen. Phosphat ist ein Düngemittel in der Landwirtschaft – es ist ein Milliardengeschäft. Die Investoren machen bereits Druck. Sie wollen schon 2017 loslegen. Politiker in Papeete auf Tahiti, der Hauptstadt von Französisch-Polynesien, entscheiden über die Bergbaulizenz - ohne sich vor Ort ein Bild zu machen.

Die Einwohner von Makatea haben wenig Einkommen. Sie leben von dem, was die Insel ihnen bietet. Aber sie wissen, dass die Zukunft nicht darin liegt, dass ihre Insel von der Industrie ausgebeutet wird. Lokale Organisationen unterstützen sie bei ihrem Widerstand gegen die Zerstörung. Gemeinsam rufen sie die Behörden von Polynesien und Frankreich dazu auf, die Bergbaugenehmigung der australischen Firma SAS Avenir Makatea Pty Ltd. abzulehnen.

Bitte unterstützen Sie die Petition mit Ihrer Unterschrift!

Hinter­gründe

Der französische Filmemacher Michel Huet hat einen 25-minütigen Dokumentarfilm über das Makatea-Atoll gedreht. Hier sein Film "Le trésor de Makatea" als Kurzversion (4 Minuten) und in der Langversion.

Die Insel Makatea ist ein sogenanntes gehobenes Atoll, also ein Atoll, das nach der Riffbildung über die Meeresoberfläche hinaus angehoben wurde. Makatea liegt im Tuamotu-Archipel, eine zu Französisch-Polynesien gehörende Inselgruppe im Südpazifik. Insgesamt 78 Atolle unterschiedlicher Größe gehören zu dieser weltgrößten Gruppe von Korallenatollen. Makatea ist das einzige gehobene Atoll der Gruppe. Die übrigen Inseln sind mit Ausnahme der Gambierinseln flach und erheben sich nur wenige Meter über den Meeresspiegel.

Die Phosphatvorkommen sind Ablagerungen von Meeresplankton und die Ausscheidungen von Millionen Seevögeln, die sich auf der Insel im Laufe von Jahrtausenden angesammelt haben. Bereits von 1911 bis 1966 wurde auf Teilen der Insel Phosphat für die Düngemittelindustrie abgebaut.

Die Tahiti-Taube (Ducula aurorae) kommt nach Angaben der Roten Liste bedrohter Arten heutzutage mit etwa 1.200 Exemplaren nur noch auf dem Makatea-Atoll vor. Sie ist als bedroht (endangered) eingestuft. Frühere Vorkommen der Art auf Tahiti gelten als erloschen. Die Vögel leben in dichten Wäldern und ernähren sich von den Früchten der dort vorkommenden Pflanzen. Die größte Bedrohung für die Art liegt in der geplanten Wiederaufnahme des Phosphatabbaus auf der Insel und den damit zusammenhängenden Projekten wie dem Bau einer Start- und Landebahn für Flugzeuge, informiert die Rote Liste.

Weitere Informationen:

Artikel Un «hot spot» de la biodiversité de Polynésie française menacé par des projets miniers: L’atoll soulevé de Makatea

Artikel LE PATRIMOINE NATUREL

An­schreiben

An: Umweltministerin Ségolène Royal und der Präsident von Französisch-Polynesien, Edouard Fritch

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Frau Umweltministerin,

Wir appellieren an Sie, die unmittelbare und langfristige Zukunft des Atolls Makatea im Tuamotu-Archipel zu gewährleisten.

Makatea ist ein geologisches Erbe von hohem Wert. Das durch die Plattentektonik aus dem Meer gehobene Atoll hat seit Millionen von Jahren Wirbelstürmen und den Anstieg des Meeresspiegels während der Warmzeiten der Erdgeschichte überstanden. Heutzutage verstärkt die globale Erwärmung diese Prozesse.

Makatea sichert die Erhaltung einer Flora und Fauna, die im Tuamotu-Archipel und in großen Teilen des Pazifiks weitgehend fehlen. Mit anderen Worten, Makatea ist eine ökologische Arche Noah von Französisch-Polynesien.

Die Bewohner des Atolls profitieren von einem Urwald, der von endemischen Pflanzen und Tieren besiedelt ist. Er versorgt sie mit Nahrungsmitteln und Süßwasser, außerdem betreiben sie vollständig biologische Landwirtschaft und Bienenzucht. Alles das ist einzigartig im Tuamotu-Archipel.

Makatea ist heute in großer Gefahr. Die Firma „SAS Avenir Makatea" plant, seine natürlichen Phosphatvorkommen auszubeuten. Hinter diesem französischen Namen verbirgt sich eine australische Phosphatfirma. Ihr Ziel ist es, den ersten Fuß auf Makatea zu setzen, angeblich, um in einem ehemaligen Bergbaugebiet eine Senkung von 30 Metern zu sanieren.

Hinter diesem ersten Schritt auf Makatea verbirgt sich die Absicht, den Bergbau auf dem unbesiedelten Teil des Atolls zu beginnen. Dort liegt der begehrte Schatz in Form von Phosphat. In seinem Antrag zur Erteilung der Bergbau-Lizenz hat das Unternehmen Makatea als unbelebten weißen, von der Sonne ausgeglühten Felsen präsentiert. Das ist nachweislich falsch.

Frankreich ist das Land, dessen Territorium am weitesten rund um den Globus verteilt ist. Es hat die Aufgabe, das natürliche und kulturelle Erbe seiner Übersee-Gebiete zu erhalten und zu verbessern.

Die Einwohner von Makatea wollen sich mit eigenen Projekten Einkommensquellen erschließen, beispielsweise mit Landwirtschaft und Ökotourismus. Sie wissen, dass sie keine Zukunft haben, wenn ihre Insel zerstört wird. Zusammen mit den Organisationen Fatu Fenua no Makatea und Rupe no Makatea rufen wir die Behörden von Polynesien und Frankreich auf, den Genehmigungsantrag von SAS Avenir Makatea abzulehnen.

Hochachtungsvoll

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