Kein Gift in den Garten und auf die Äcker!

Roundup Flasche Roundup (© NABU/Eric Neuling)

Die EU hat entschieden, dass Glyphosat für fünf weitere Jahre versprüht werden darf. Glyphosat ist das am meisten verwendete Herbizid, bekannt als Roundup von Monsanto. Deutschland kann das Gift aber trotzdem verbieten. Und die Baumärkte und Amazon können aufhören es zu verkaufen!

Appell

An: Deutsche Bundesregierung, Städte und Gemeinden, Groß- und Einzelhandel, Landwirte und Gartenbesitzer

„Die Bundesregierung muss das für Umwelt und Gesundheit hochgefährliche Herbizid Glyphosat verbieten – so wie es Frankreichs Regierung schon angekündigt hat“

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Sieben Abstimmungen musste die EU-Kommission in zwei Jahren ansetzen, um nun eine knappe Mehrheit für die Neuzulassung des Totalherbizids Glyphosat durchzusetzen – so wie es die Pestizidhersteller Bayer und Monsanto verlangen.

Den Ausschlag bei der letzten Abstimmung am 27. November 2017 gab die Zustimmung des deutschen Landwirtschaftsministers Christian Schmidt aus Bayern. Entgegen der Absprachen winkte Schmidt nun das Gift auf dem Acker für fünf Jahre durch, obwohl Umweltministerin Barbara Hendricks Glyphosat ablehnt.

Schmidts offenbar seit Monaten vorbereiteter Coup hat einen heftigen Eklat unter den Regierungsparteien in Berlin ausgelöst. Auch wichtigen Partnerländern, darunter Frankreich, Belgien, Österreich und Italien, die gegen Glyphosat sind, hat er schwer vor den Kopf gestoßen.

Für Schmidt sind anscheinend die Profitinteressen der Agrarindustrie wichtiger als Umwelt und Gesundheit. Dabei schwindet die Artenvielfalt rapide in Europa, die Bestände brechen ein. Die Natur verödet, weil sich überall Monokulturen ausdehnen. Im Spritznebel der Pestizidindustrie stirbt das Leben, und wer überlebt findet findet kaum noch Nahrung.

Längst lässt sich Glyphosat nicht nur im Boden und im Wasser, sondern auch in unseren Lebensmitteln nachweisen: beispielsweise in Milch, Mehl, Brot oder Bier – und in unserem Blut und Urin.

In den USA rollt eine Klagewelle gegen den Glyphosathersteller Monsanto. Tausende Landwirte haben den Konzern verklagt, weil sie an seltenen Krebsleiden erkrankt sind, die sie mit dem Einsatz von Glyphosat in Verbindung bringen.

Die Mehrheit der EU-Bürger ist für eine saubere Umwelt ohne Gifteinsatz. So haben schon über 520 österreichische Gemeinden das Glyphosat verbannt - wie viele weitere in Europa. Bitte stimmen Sie mit uns für den Schutz der Menschen und der Natur.

An­schreiben

An: Deutsche Bundesregierung, Städte und Gemeinden, Groß- und Einzelhandel, Landwirte und Gartenbesitzer

Sehr geehrte Damen und Herren,

der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt hat offenbar die Öffentlichkeit seit Monaten getäuscht. Durch seine nicht abgestimmte Zustimmung für die Neuzulassung des hochgiftigen Spritzmittels Glyphosat drohen der Umwelt und der Gesundheit der EU-Bürger schwere Schäden.

Wir fordern daher:

- Die nächste Bundesregierung muss einen schnellstmöglichen Ausstieg aus Glyphosat in Deutschland vereinbaren - so wie es Präsident Emmanuel Macron gerade für Frankreich angekündigt hat.

- Städte und Gemeinden sollten unverzüglich den Einsatz von Pestiziden auf öffentlichen Plätzen, entlang von Straßen und Bahngleisen etc. verbieten.

- Der Einsatz von Glyphosat in Privatgärten sollte sofort untersagt werden.

- Groß- und Einzelhandel sollten glyphosathaltige Produkte sofort freiwillig aus dem Sortiment nehmen.

- Das Bundesinstitut für Risikobewertung, das die skandalösen Unbedenklichkeitsbewertungen von Glyphosat ausgestellt hat, sollte dem Gesundheitsministerium unterstellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

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