Keine Goldmine in unseren Regenwald!

Zeitungsartikel über Shawi- Austellung Foto aus einem Zeitungsartikel über die Traditionen der Shawi (© RdR-Screenshot)

Der Run auf Gold und Kupfer ist ungebrochen. Um einer kanadischen Firma den Abbau im Regenwald von Peru zu ermöglichen, haben Beamte das Gebiet für waldfrei und unbewohnt erklärt. Die indigenen Shawi sind entsetzt. Mit ihrer Lebensweise haben sie den Regenwald bis heute erhalten. Bitten helfen Sie, den Raubbau zu verhindern.

Appell

An: Präsidenten von Peru

„Die Bergbaukonzessionen für Gold und Kupfer in den Regenwaldgebieten der Indigenen Shawi in Peru müssen unverzüglich annulliert werden“

Ganzes Anschreiben lesen

Das Verhalten ist beispiellos und skandalös: In Peru erklärten die Behörden 8.900 Hektar Urwald im Amazonasgebiet für waldfrei und unbewohnt, um einer kanadischen Bergbaufirma Konzessionen zum Abbau von Gold und Kupfer zu erteilen. Mit dieser und noch weiteren Manipulationen ignorieren sie bestehende Landrechte und Naturschutzgesetze.

Denn dieser Regenwald wird seit Generationen von den indigenen Shawi bewohnt, deren Existenz und Landrechte die vernatwortlichen staatlichen Funktionäre nun ignorieren. Ohne das Wissen der Waldbewohner haben das Ministerium für Energie und Bergbau sowie das Institut für Bergbau und Metallurgie (INGEMMET) im Eiltempo die Vergabe der Konzessionen in ihrer Heimat vorangetrieben. Der Urwald, den es angeblich gar nicht geben soll, liegt im peruanischen Distrikt Balsapuerto in der Provinz Alto Amazonas.

Nutznießer der Abbaurechte von Gold und Kupfer ist die Firma Minerales Camino Real Perú SAC, eine Tochtergesellschaft des kanadischen Unternehmens Royal Road Minerals Limited.

Peruanische Indigenenorganisationen verurteilen das Verfahren der Behörden scharf. Es verstößt gegen geltendes peruanisches und internationales Recht. Die Genehmigungsgrundlagen sind absurd und widersprüchlich. Es liegen auch keine Umweltverträglichkeitsprüfungen für das Projekt vor, und die Einwohner vom Volk der Shawi wurden ebensowenig konsultiert.

Nicht nur die Indigenen brauchen den Wald zum Leben, auch für die über 60.000 Einwohner der Stadt Yurimaguas ist die intakte Natur unverzichtbar. Die Konzessionen liegen am Fuß der Anden in den Quellgebieten der Flüsse Cachiyacu, Armanayacu und Yanayacu, die in den Paranapura-Fluss und den Huallaga-Fluss münden. Letzterer versorgt die Stadt mit Trinkwasser und darf nicht durch den Goldabbau verschmutzt werden.

Hinter­gründe

Beschwerdeführer sind die indigenen Organisationen ORDEPIA (Organización de Pueblos Indígenas de Alto Amazonas), CORPI (Coordinadora Regional de los Pueblos Indígenas de San Lorenzo), FECONACHA (Federación de Comunidades Nativas Chayawitas) sowie die EntwicklungsorganisationenFrente de Defensa y Desarrollo de Alto Amazonas - FREDESAA, el Frente Amplio de Asentamientos Humanos de la ciudad de Yurimaguas; die GemeindeBalsapuerto und das kirchliche Vikariat Pastoral de la Tierra del Vicariato Apostólico de Yurimaguas.

Weitere Informationen:

Servindi, 31.5.2018:https://www.servindi.org/31/05/2018/rechazan-actividades-mineras-exploratorias-en-territorios-ancestrales-del-pueblo-shawi

https://www.connuestroperu.com/consumidor/ecologia/56972-protesta-en-alto-amazonas-por-entrega-de-89-millones-de-m2-de-territorio-indigena-a-minera-canadiense

https://www.diariovoces.com.pe/108246/presidente-frecides-advierte-contaminacion-mercurio-fuentes-agua-balsapuerto

http://www.ingemmet.gob.pe/noticias/-/asset_publisher/ZGtiksvlsYk2/content/presidente-del-consejo-directivo-del-ingemmet-se-reune-con-alcalde-distrital-del-balsapuerto/pop_up?_101_INSTANCE_ZGtiksvlsYk2_viewMode=print

http://www.roriente.org/2018/04/26/empresa-minera-solicita-al-estado-peruano-concesion-de-bosques-en-el-distrito-de-balsapuerto/

An­schreiben

An: Präsidenten von Peru

Sehr geehrter Herr Präsident Vizcarra:

Indigene Organisationen und andere Organisationen wie die Pastoral de la Tierra des Apostolischen Vikariats von Yurimaguas fordern, dass Sie die Vergabe von Bergbaukonzessionen für Gold und Kupfer in den indigenen Gebieten von Balsapueto annullieren.

Die offiziellen Berichte sind nicht aktuell, enthalten Widersprüche, Ungenauigkeiten und leugnen die Existenz der Regenwälder und Shawi, auf deren angestammtem Land die Konzessionen liegen.

Der Bürgermeister von Balsapuerto und die indigenen Gemeinden fordern ein Treffen mit Ihnen und dem Premierminister, um die Annullierung der Bergbaukonzessionen zu vereinbaren.

Daneben ist es dringend erforderlich, den chronischen Trinkwassermangel im oberen Amazonasgebiet unverzüglich zu beheben. Er würde sich durch das Bergbauprojekt weiter verschärfen.

Schutz und Bewahrung dieser Wälder sind für die Indigenen sehr wichtig. Sie erklären, ihr Territorium mit dem Leben zu verteidigen. Deshalb bitten wir Sie, die Bergbaukonzessionen unverzüglich rückgängig zu machen und dazu beizutragen, das wichtige Naturerbe Ihres Landes zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

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