Die Erdöl-Industrie verseucht Nigerias Flüsse - für uns?

Luftbild Oil-Spill in Nigeria Ein Film aus Öl verseucht einen Fluss im Nigerdelta (© Marten van Dijl/Milieudefensie)

Umweltschützer in Afrika kämpfen gegen die Ausbeutung von Öl und Gas auf dem Kontinent. Zahlreiche Projekte gefährden Menschen, Umwelt und Klima. Doch die deutsche Bundesregierung will mehr Erdöl und Erdgas von dort importieren, insbesondere aus Nigeria. Fordern Sie Bundeskanzler Scholz auf, diese verheerende Politik sofort zu beenden.

News und Updates Appell

An: Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Außenministerin Annalena Baerbock

„Umweltschützer in Afrika kämpfen gegen die Ausbeutung von Öl und Gas. Die Bundesregierungen muss sie unterstützen und erneuerbare Energien fördern.“

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Seit mehr als 50 Jahren beuten Konzerne wie Shell, Chevron und ENI im Nigerdelta und vor der Küste Erdgas- und Ölfelder aus. Das Delta zählt zu dem am stärksten verschmutzten Regionen der Welt. Mangrovenwälder sind zerstört, auf Flüssen schwimmt Öl, Feuer lodern, schwarzer Rauch verpestet die Luft - Bilder von dort erinnern an die Apokalypse.

Nigeria gilt als abschreckendes Beispiel, wenn Umweltschützer etwa in der Demokratischen Republik Kongo, wo die Regierung 30 Öl- und Gas-Konzessionen versteigert, die Bevölkerung über die Gefahren aufklären. Seht, so zerstört das Erdöl-Business euer Leben!

Diese Umweltkatastrophe scheint Bundeskanzler Olaf Scholz wenig zu berühren. Am 29. Oktober 2023 war er als Deutschlands Chefeinkäufer von Öl und Gas in Nigeria. Bisher war das Land ein zu vernachlässigender Lieferant, das soll sich in den Augen von Scholz jetzt ändern. Nigeria möge vor allem mehr Gas fördern und auf den Markt bringen.

Seit Russlands Krieg gegen die Ukraine wollen Europa und insbesondere Deutschland von russischen Importen unabhängig werden. Die Herkunft insbesondere von Flüssiggas spielt kaum eine Rolle: Kanada, Senegal, Katar – und jetzt Nigeria. Ausgerechnet Nigeria!

Die Zukunft könnte so aussehen: Nigeria investiert jetzt Milliarden Dollar in Öl- und Gasinfrastruktur, ermuntert durch Deutschland. In wenigen Jahren reduziert Deutschland seinen Verbrauch davon drastisch und steigt völlig auf erneuerbare Energie um – während Nigeria aufgrund der hohen Investitionen an fossile Energie gekettet bleibt, obwohl das Potential für Sonnen- und Windenergie dort gigantisch ist.

Gemeinsam mit Umweltschützern aus Nigeria und weiteren, von Öl- und Gasprojekten bedrohten Ländern wie Uganda und der Demokratischen Republik Kongo fordern wir einen Kurswechsel um 180 Grad.

Hinter­gründe

Nigerias Gas- und Ölreserven

Die Analyse „Phasing down or phasing up“ gibt einen guten Überblick über den Öl- und Gassektor und die Pläne der Regierung angesichts der Klimakrise.

Nigeria verfügt über die größten Erdgas-Reserven in Afrika. Bisher exportiert das Land nur einen kleinen Teil davon. So bezieht Europa derzeit nur 14 Prozent des Flüssiggases, das per Schiff importiert wird, aus Nigeria.

Nigerias Regierung hat die 2020er Jahre zur „Dekade des Gases“ erklärt, nachdem 2020 bereits das „Jahr des Gases“ war.

Eine geplante 4.400 km lange Pipeline, die nigerianisches Gas durch Niger nach Algerien leiten soll, ist seit 2009 ins Stocken geraten. Offenbar vor allem wegen der geschätzten Kosten von 13 Milliarden US-Dollar. Eine Rolle spielen zudem die Sicherheitsrisiken wie Anschläge auf die Pipeline. Die Ajaokuta-Kaduna-Kano-Gaspipeline in den Norden des Landes ist dagegen im Bau.

Nigeria kann als einer der größten Öl- und Gasproduzenten Afrikas den heimischen Bedarf an Benzin und Diesel nicht decken und ist auf Importe angewiesen. Vier Raffinerien stehen seit Jahren still, bis Ende 2024 sollen sie jedoch wieder in Betrieb gehen. Treibstoff wurde bisher stark subventioniert. Als die Subventionen gestrichen wurden, schnellten die Preise für viele Produkte in die Höhe.

Katastrophengebiet Nigerdelta

Der britische The Guardian hat eine Fotoreportage unter dem Titel „This place used to be green': the brutal impact of oil in the Niger Delta“ veröffentlich, die das Ausmaß der Umweltverschmutzung und das Leiden der Bevölkerung dokumentiert.

Im Niger-Delta gibt es mehr als 5.000 Bohrlöcher, 7.000 Kilometer Pipelines und 10 Exportterminals. 75 Prozent des Erdgases wird an über 200 Gasfackelstellen verbrannt.

2022 gab es 605 Ölunfälle. Dabei gelangen mehr als 7 Millionen Liter Rohöl in die Umwelt – gleichbedeutend mit 224 Tanklastwagen. Quelle dieser Angaben ist die National Oil Spill Detection and Response Agency des nigerianischen Umweltministeriums.

Ein großer Teil der Umweltverschmutzung wird durch terroristische Anschläge, Sabotage, das illegale Abzapfen von Pipelines und illegale Raffinerien verursacht. Das zeigt, mit welchen Risiken Öl-Produktion verbunden ist: Anlagen können nicht wirksam geschützt werden.

Die Ausbeutung von Erdöl und Gas hat nicht zu Wohlstand der Bevölkerung geführt, sondern zu Gewalt, Kriminalität und Armut beigetragen.

Im November 2023 hat ein Gericht in London entschieden, dass mehr als 13.000 Fischer und Farmer aus dem Nigerdelta den Konzern Shell in Großbritannien wegen der Vergiftung von Flüssen und der Zerstörung ihrer Lebensgrundlage verklagen können.

Ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate

Die bekannte Klimaaktivistin Vanessa Nakate aus Uganda schreibt in einem Beitrag für den britischen The Guardian unter dem Titel „Rich countries should stop pushing fossil fuels on Africa – don’t we deserve a renewable future too?"

"(Gasprojekte) waren nie in unserem Interesse, denn die Verbrennung oder der Verkauf fossiler Brennstoffe ist ein schreckliches Geschäft für Afrika. (…) Wenn die Menschen in Afrika die Wahl haben, entscheiden wir uns für erneuerbare Energien."

„Es ist Zeit zu entscheiden. Werden die Regierungen der reichen Nationen Afrika weiterhin benachteiligen, indem sie uns zur Müllhalde für die sterbende Industrie der fossilen Brennstoffe machen? Oder lassen sie uns endlich die Welt in eine sichere, gerechte und saubere Zukunft führen?"

Forderungspapier "Renewable – not Fossil Gas"

Im Oktober 2022 haben mehrere afrikanische Umweltschutzorganisationen ein Papier mit dem Titel "Renewable – not Fossil Gas" veröffentlicht. Darin heißt es:

„Der jüngste Ansturm auf afrikanisches Gas im Zuge der Abkehr Europas von russischem Gas läuft Afrikas Ambitionen entgegen, Energiearmut zu beenden, Wohlstand zu schaffen und gegen das Klimachaos widerstandsfähiger zu werden. Stattdessen stellt der Wettlauf um Afrikas Gas zahlreiche Risiken und Nachteile für die afrikanische Bevölkerung und die Welt dar.“

„Investitionen in die große Gasproduktion werden die afrikanischen Länder für Jahrzehnte an den Gassektor binden und (…) damit Afrikas Klimaschutzziele gefährden.“

„Afrikas begrenzte Ressourcen in riesige Infrastruktur-Projekte für den Gas-Sektor zu investieren, um Europas kurzfristige Nachfrage zu befriedigen, wird afrikanische Länder mit verlorenen Vermögenswerten und unbezahlbaren Schulden zurückgelassen, ohne die Krise des Energiezugangs anzugehen, und somit das Leben der Menschen wegen nie dagewesener Verschuldung verschlechtern.“

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien, die sich in Nigeria und Afrika besonders anbieten, sind Wind- und Solarenergie. Diese müssen an den Standort und die örtlichen Gegebenheiten angepasst sein.
Insbesondere industriell produzierte Biomasse wie Palmöl scheidet wegen ihrer verheerenden Folgen für die Umwelt aus. Rettet den Regenwald hat Palmöl nie als erneuerbar angesehen, die EU hat Palmöl ebenfalls von der Liste gestrichen.

An­schreiben

An: Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Außenministerin Annalena Baerbock

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Olaf Scholz,

sehr geehrter Herr Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck,

sehr geehrte Außenministerin Annalena Baerbock,

Ihre Regierung sucht derzeit aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine weltweit Lieferanten für Erdgas, um Deutschlands Bedarf zu decken. Afrika ist dabei ein Schwerpunkt Ihrer Suche.

Für den Kampf gegen die weltweite Klimakrise, für die Natur und für die Menschen, die insbesondere in Afrika bereits unter der Klimakrise leiden, ist diese Politik verheerend.

Ausgerechnet die Regierung in Nigeria zu einer Steigerung der Produktion von Erdgas und Erdöl zu ermuntern, ist angesichts der unvergleichlichen Umweltschäden durch die Ausbeutung fossiler Energie im Nigerdelta besondere erschütternd. Nigeria sollte für Sie ein abschreckendes Beispiel sein und keine Grundlage für solch eine Ermunterung.

Afrika braucht eine nachhaltigere Zukunft.

„Wir können nicht Öl trinken und mit giftigen Gasen koexistieren“, sagt Maxwell Atuhura (Tasha, Uganda). „Deutschland sollte seine Anstrengungen bündeln, um Menschenrechtsverletzungen zu stoppen und Umwelt- und Klimakatastrophen zu verhindern, anstatt für schmutzige Profite zu Ungerechtigkeit und Straflosigkeit beizutragen."

„Deutschland ist ein bedeutender Partner Afrikas. Es spielt eine wichtige Rolle bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Kontinents, muss aber auch seine Verantwortung für den Umweltschutz wahrnehmen“, sagt François Biloko (Réseau CREF, Demokratische Republik Kongo). „Wir sind davon überzeugt, dass Deutschland eine führende Rolle bei der Energiewende in Afrika spielen kann. Durch die Unterstützung der Entwicklung erneuerbarer Energien wird Deutschland zu einer saubereren, nachhaltigeren und wohlhabenderen Zukunft für Afrika und den gesamten Planeten beitragen."

„Die Erdöl- und Erdgasexplorationen durch multinationale Unternehmen in Afrika sind rücksichtslos, da die Explorationsbedingungen mutwillig missbraucht werden, was der Bevölkerung und der Umwelt mehr schadet als nutzt", sagt Martins Egot (PADIC-Afrika), Nigeria.

Gemeinsam fordern wir:

- Hören Sie auf, Afrika als Quelle fossiler Energien auszubeuten.

- Hören Sie auf, die Ausbeutung fossiler Brennstoffe in Afrika finanziell zu fördern.

- Verfolgen Sie in Europa eine Klimaschutz-Politik, die auf eine konsequente Reduzierung des Verbrauchs und den Umstieg auf erneuerbare Energien setzt.

- Investieren Sie in Afrika massiv in den Ausbau erneuerbarer Energie. Die Beseitigung von Energie-Armut in Afrika muss dabei Vorrang vor dem Export in reiche Länder haben.

Mit freundlichen Grüßen

5-Minuten-Info zum Thema: Klima

Wie das Klima und der Regenwald zusammenhängen

 

Regenwälder sind komplexe Ökosysteme, in dem Pflanzen, Pilze und Tiere eng miteinander vernetzt sind. Für das lokale und globale Klima spielen sie eine herausragende Rolle. Pflanzen nehmen das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) aus der Luft auf. Mit Hilfe von Wasser und Sonnenlicht bilden sie Zucker und daraus andere Pflanzenbausteine. So wird Kohlenstoff in Stämmen, Blättern und Wurzeln gebunden. Frei werdender Sauerstoff wird an die Atmosphäre abgegeben. Den gesamten Prozess nennt man Photosynthese.

Schätzungen zufolge binden Regenwälder 250 Milliarden Tonnen CO2, ein großer Teil davon in Torfwäldern. Das entspricht global betrachtet dem 5 bis 7-fachen der menschengemachten Treibhausgas-Emissionen pro Jahr. 40 Prozent des Sauerstoffs in der Atmosphäre stammen aus den Regenwäldern. Das Bild der Wälder als „Lungen der Erde“ ist zwar nicht ganz stimmig, jedoch einprägsam.

Regenwälder produzieren die hohen, auf das Jahr gleichmäßig verteilten Niederschläge zu einem großen Teil selbst. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Evapotranspiration, also die Feuchtigkeit, die die Pflanzen über die Blätter abgeben. In den Wäldern ist es zwar heiß und schwül, die Wolken strahlen jedoch einen großen Teil des Sonnenlichts in die Weltraum zurück – und kühlen somit die Atmosphäre. Ohne diesen Effekt wäre es in den Gebieten noch wärmer.

Als Kohlenstoffspeicher und Regenmacher spielen die intakten Wälder eine wichtige Rolle im Klimageschehen und eine Schlüsselrolle ihm Kampf gegen Klimakatastrophe.

Das Problem: Klimakatastrophe und Waldvernichtung

 

Doch die Regenwälder können ihre Funktion als Klimastabilisator immer weniger erfüllen. Im Gegenteil: Ihre Vernichtung etwa für Plantagen, Weiden oder Bergbauprojekte setzt große Mengen Treibhausgase frei. So haben die Waldbrände in Indonesien 1997 ein Drittel der gesamten globalen Emissionen ausgemacht. Besonders verheerend wirkt sich die Zerstörung von Torfwäldern aus.

Laut einer im Magazin Nature veröffentlichten Studie könnten sich die Regenwälder allein aufgrund sich verändernder klimatischer Verhältnisse und Wachstumsbedingungen ab dem Jahr 2035 von CO2-Speichern zu CO2-Quellen entwickeln – und die Klimakatastrophe weiter antreiben.

Weil das Ökosystem Regenwald vielfältig verwoben ist, kann das gesamte Geflecht leiden, wenn es an einer Stelle beschädigt wird. So etwa beim Wasserkreislauf. Treten infolge der globalen Klimaveränderungen trockenere Perioden auf, was bereits beobachtet wird, kann dieser Kreislauf zusammenbrechen. Die immergrünen, üppigen Regenwälder werden zu artenärmeren Savannen. Das lokale Klima ändert sich: es wird trockener und heißer.

Besonders bedrohlich sind die 18 so genannten Kipppunkte im Klimasystem: Hat beispielsweise in Amazonien die Klimaveränderung ein bestimmtes Ausmaß erreicht, ist der Prozess und dabei der Verlust des Regenwalds in der heutigen Form nicht mehr zu stoppen.

Klar ist: Die Klimakatastrophe ist vom Menschen gemacht. 98 Prozent der Wissenschaftler, die sich mit der Klimathematik befassen, stimmen dem zu. Weil das Klima ein hochkomplexes System ist, entdecken Forscher laufend neue Zusammenhänge, interpretieren Daten unterschiedlich, revidieren Prognosen. Das ist in der Wissenschaft völlig normal. Die Erkenntnisse der Klimatologen werden allerdings immer alarmierender.

Die Lösung: Regenwaldschutz ist Klimaschutz

 

Für den Klimaschutz müssen Regenwälder erhalten werden, weil ihre weitere Vernichtung die Katastrophe verschlimmern würde und sie als Kohlenstoff-Speicher unverzichtbar sind. Klimaschutz ist somit Regenwaldschutz und umgekehrt.

  • Wir müssen Regenwälder erhalten und Schäden heilen. Wälder sind dabei mehr als Kohlenstoffspeicher und -senken, nämlich vielfältige Ökosysteme und Lebensraum von Millionen Menschen.
  • Wir müssen das Klima schützen und gleichzeitig die Biodiversität bewahren. Klimakatastrophe und Artensterben sind zwei existentielle Krisen, die wir Hand in Hand bewältigen müssen.
  • Wir müssen die Rechte indigener Völker, die in Regenwaldgebieten leben, stärken. Sie sind häufig die besten Waldschützer.
  • Wir müssen unsere Lebens- und Wirtschaftsweise grundlegend ändern. Wir müssen unseren Verbrauch von Energie, Nahrungsmitteln, Rohstoffen senken, statt ihn mit „grünen Produkten“ aufrecht zu erhalten. Wir müssen aufhören, Kohle, Erdöl und Erdgas zu verfeuern.
  • Wir müssen falsche Klimapolitik reformieren: Wir müssen den Irrweg von Biotreibstoffen, insbesondere wenn sie auf Palmöl, Soja oder Zuckerrohr basieren, beenden und die Verfeuerung von Bäumen in Kraftwerken stoppen.
  • Wir sagen Nein zum „Ablasshandel“ mit Offset-Programmen, bei denen beispielsweise Firmen Umweltschutzmaßnahmen bezahlen, um im Gegenzug weiterhin Treibhausgase emittieren zu dürfen. Wir lehnen angeblich klimaschonendere Brücken-Technologien wie den Ersatz von Kohle durch Erdgas ab.
  • Nach der Covid-Pandemie müssen wir Wirtschaft und Gesellschaft umweltverträglich umgestalten. Es darf keine „Konjunkturprogramme“ mit alten Rezepten geben.

Covid hat gezeigt, dass wir angesichts einer existentiellen Krise schnelle und tiefgreifende Veränderungen schaffen können.

News und Updates Fußnoten

in Nigeria.Die Wochenzeitung Die Zeit hebt bei der Reise des Kanzlers das Thema Gas besonders hervor und überschreibt den Artikel mit Bundeskanzler Scholz will Erdgas aus Nigeria importieren.


auf den Markt bringen.Scholz’ Vorstoß passiert nicht im luftleeren Raum: Nigerias Regierung ist bereits auf Gas ausgerichtet.

Während der Klimakonferenz COP 26 im Jahr 2021 in Glasgow hat Nigerias damaliger Präsident Muhammadu Buhari angekündigt, dass sein Land bis 2060 klimaneutral sein werde. Das legt Nigerias Energy Transition Plan (ETP) fest.

In einer Regierungs-Pressemitteilung heißt es, Präsident Buhari plädiere für eine "gasbasierte Energiewende" in Nigeria.

Nigeria ist eigentlich eher ein Gas- als ein Ölförderland. Daher fordere ich die Finanzierung von Projekten, die Übergangskraftstoffe wie Gas nutzen.“

Allerdings zielt Nigerias Regierung auf den heimischen Markt und die Energieversorgung im Land und nicht wie von Scholz gewünscht auf den Export.


Uganda und der Demokratischen Republik KongoAn dieser Petition sind diese Partnerorganisationen von Rettet den Regenwald direkt beteiligt:

Tasha in Uganda. Tasha ist gegen den Bau der Ostafrikanischen Rohölpipeline EACOP und die Öl-Projekte Tilenga und Kingfisher der Konzerne TotalEnergies (Frankreich) und CNOOC (China) aktiv.

Réseau CREF in der Demokratischen Republik Kongo kämpft gegen die Ausbeutung von Öl im Virunga Nationalpark und gegen die Vergabe von 30 Öl- und Gaskonzessionen durch die Regierung in Kinshasa.

PADIC-Afrika in Nigeria arbeitet im Bundesstaat Cross River und darüber hinaus eng mit der ländlichen Bevölkerung zusammen.

Diese Petition ist in folgenden Sprachen verfügbar:

69.602 Teilnehmer

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