Schwarzenegger verdient an der Abholzung von Regenwald

Portrait von Arnold Schwarzenegger vor einem grünen Hintergrund Arnold Schwarzenegger pflegt sein grünes Image und profitiert von Regenwaldvernichtung (Foto: Eva Rinaldi, Bearbeitung Rettet den Regenwald) (© Eva Rinaldi (die Farben des Bildes wurden geändert)

28.03.2014

Schwarzenegger verdient an der Abholzung von Regenwald

- Die Investmentfirma des „Terminators“ finanziert Holzkonzerne mit Millionen Dollar

(Hamburg, 27.3.2014) Arnold Schwarzenegger profitiert von der Zerstörung des tropischen Regenwaldes. Laut einer aktuellen Studie der Organisation „Global Witness“ investiert Schwarzenegger große Summen in Unternehmen, die maßgeblich für Rodungen verantwortlich sind. Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und erklärte Aktivist gegen den Klimawandel ist mit fünf Prozent an der US-Investmentfirma „Dimensional Fund Advisors“ (DFA) beteiligt, die weltweit 245 Milliarden Euro verwaltet. „Global Witness“ zufolge finanziert DFA dabei im großen Stil 20 der 50 bedeutendsten Holzfirmen der Welt, die in den Tropen teilweise illegal Wälder roden und für die Ausrottung der letzen Orang-Utans verantwortlich sind.

„Schwarzeneggers Engagement für den Klimaschutz entpuppt sich als schlechte Schauspielerei, wenn er weiter Profit aus der Zerstörung des Regenwalds schlägt“, sagt Reinhard Behrend von der Umweltschutzorganisation „Rettet den Regenwald“ in Hamburg: „Er muss dafür sorgen, dass DFA sofort aus der Finanzierung dieser ökologischen und sozialen Katastrophe aussteigt.“

Schwarzeneggers Profit dürfte beachtlich sein. Nach Berechnungen von „Global Witness“ hat DFA 126 Millionen Euro in Holzfirmen angelegt, mehr als jeder andere Finanzdienstleister. 2011 gab Schwarzenegger als damaliger Gouverneur an, er sei mit über 720.000 Euro (1 Million Dollar) an DFA beteiligt und beziehe eine Dividende von mehr als 72.000 Euro (100.000 Dollar). Genauere Angaben machte er nicht. Als Anteilseigner von DFA dürften die Summen tatsächlich deutlich höher liegen. Der Ex-Schauspieler, der als „Terminator“ berühmt wurde, ist bereits 1996 bei DFA eingestiegen.

Schwarzenegger verdiene ein Vermögen mit einer Firma, „die hilft, unsere Zukunft zu zerstören“, sagt Andrew Simms von „Global Witness.

Zu den Holzfirmen, in die DFA investiert, gehören WTK, DLH und Rimbunan Hijau, die mit illegalen Geschäftspraktiken in Verbindung gebracht werden. Außerdem sind die rabiaten Holzfäller von Sinar Mas, Ta Ann und Barita Pacific im Portfolio. Das Geld stammt unter anderem von Unternehmen wie Pepsi und Boeing, von US-Städten, Pensionsfonds und Universitäten.

Auf Anfrage von „Rettet den Regenwald“ mochte sich DLA nicht zu Schwarzeneggers persönlichen Investments äußern. Man biete Kunden jedoch auch Investments an, die Umwelt- und Sozialstandards berücksichtigten. Schwarzenegger nahm gegenüber „Global Witness“ nicht Stellung.

„Wir kämpfen seit Jahren gegen Firmen, die rigoros die letzen Regenwälder abholzen. Private Investoren wie Schwarzenegger könnten einen wichtigen Beitrag leisten, die Zerstörungen zu beenden, indem sie ihr Geld abziehen“, sagt Reinhard Behrend.

Der Ex-Gouverneur von Kalifornien und Hollywood-Star Schwarzenegger macht sich seit Jahren öffentlichkeitswirksam im Kampf gegen den Klimawandel stark. Im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen 2009 hat er gemeinsam mit Vertretern aus Brasilien und Indonesien US-Präsident Barack Obama aufgefordert, Entwicklungsländer beim Schutz der Wälder stärker zu unterstützen. Im April startet in den USA eine TV-Serie, in der er zusammen mit Prominenten wie Matt Damon, Jessica Alba und Don Cheadde für Klimaschutz wirbt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Mathias Rittgerott, Pressesprecher, Telefon + 49 40 410 380 – 44, mathias.rittgerott@regenwald.org

Reinhard Behrend,Vorsitzender, Telefon +49 40 410 380 – 4, info@regenwald.org.

Bitte schicken Sie gegebenenfalls ein Belegexemplar Ihrer Publikation an: „Rettet den Regenwald“, Jupiterstraße 15, 22391 Hamburg