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Bundesregierung lernt bei Agrarenergie doch dazu

Die Regierung in Berlin hat für die geplante Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – endlich – eine kritische Haltung zu Energie aus Palm- und Sojaöl eingenommen. Im vom Bundeskabinett kürzlich beschlossenen EEG-Erfahrungsbericht heißt es unter „Handlungsempfehlungen zu den Regelungen zur Stromerzeugung aus Biomasse: Ausschluss von Palmöl und Sojaöl vom Anspruch auf eine erhöhte Mindestvergütung, solange kein wirksames Zertifizierungssystem zur Sicherung eines nachhaltigen Anbaus besteht.“ Rettet den Regenwald hatte die Bundesregierung bereits mehrfach dringend aufgefordert, Strom und Wärme aus Palm- und Sojaöl nicht länger über das EEG zu subventionieren. Für Palmölsprit werden insbesondere in Südostasien die letzten primären Regenwälder vernichtet. Sojaplantagen dringen immer weiter in den Amazonas vor. Zahlreiche Studien belegen mittlerweile die katastrophale Klimabilanz von Agrarenergie und die verheerenden ökologischen und sozialen Folgen