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Stoppen Sie das Gesetz, das die letzten Regenwälder unserer Erde zerstört!

Noch können wir seine Heimat bewahren (Foto: Rhett A. Butler / mongabay.com)Noch können wir seine Heimat bewahren (Foto: Rhett A. Butler / mongabay.com)

Die Idee, „alternative“ Energie aus Sonne, Wind oder Biomasse zu gewinnen, wurde schon im Jahr 2000 massiv beflügelt – damals trat unter der rot-grünen Regierung das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) in Kraft. Im Interesse des Klima- und Umweltschutzes soll das Gesetz eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung verringern, fossile Energieressourcen schonen (...). So steht es in Paragraph 1, Absatz 1.

Und um dieses Gesetz zu forcieren, erhalten z. B. Kraftwerksbetreiber für ihren Strom aus Biomasse besondere Vergütungen. Die Verbrennung von Nahrungsmitteln für unsere Energieversorgung war von Anfang an umstritten. Doch die Mahnungen der Kritiker bewirkten bei den Politikern Druck: nichts.

Im Gegenteil: Im August 2004 beschloss die Regierung, die Subventionen für Pflanzenöle kräftig zu erhöhen. Damit wurde die Verbrennung von Palmöl überhaupt erst rentabel. Bis zu 23 Cent Vergütung pro Kilowattstunde (kWh) erhält ein Energieerzeuger für seinen ins Netz gespeisten „grünen“ Strom.

Jeder Stromkunde muss die Abholzung mitfinanzieren

Das Ergebnis: Die Zahl der BHKW, die mit Pflanzenöl betrieben werden, schnellte in die Höhe – auf 1400 Anlagen jeder Größenordnung im Jahr 2008. Und mit ihr wuchs die Nachfrage nach Palmöl, das billiger ist als alle anderen Öle. Die rot-grüne Koalition wollte mit dem EEG das Klima schützen. Für Umweltschützer trägt das Erneuerbare Energien Gesetz jedoch dazu bei, die Regenwälder zu vernichten. Besonders Indonesien, der größte Palmölexporteur der Welt, rodet seine Urwälder, um Platz zu schaffen für immer mehr Palmöl-Plantagen.

Und wir sind gezwungen, bei der Zerstörung der Regenwälder mitzumachen. Denn an den Subventionen aus dem EEG wird jeder Stromkunde in Deutschland mit 2 Cent / kWh beteiligt. Im Jahr 2008 wurde die Stromerzeugung aus Biomasse in Deutschland mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro vergütet. Wenn Sie in einem 3-Personen-Haushalt leben und jährlich etwa 4.000 kWh Strom verbrauchen, dann unterstützen Sie das EEG und seine verheerenden Folgen mit 87,50 Euro pro Jahr. 450.000 Tonnen Palmöl verbrannten 2008 in deutschen BHKW – das ist knapp die Hälfte unseres gesamten Palmöl-Imports. Für diePlantagen, die eine solche Menge Öl produzieren sollen, braucht man 130.000 Hektar Land; und das wird vor allem durch die Abholzung der Regenwälder in Indonesien gewonnen. Längst ist klar: Die Stromgewinnung durch Palmöl trägt nicht zum Klimaschutz bei – im Gegenteil: Durch den Verlust der Wälder als grüne Lunge, durch Brandrodung und Trockenlegung der Torfmoore entweichen mehr klimaschädliche Gase als eingespart werden sollen.

Dennoch wird für unser steigendes Verlangen nach „sauberem“ Strom immer weiter abgeholzt: „Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe zur Energiegewinnung in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität ist unverzichtbar zum Erreichen der ehrgeizigen Ausbauziele der Bundesregierung für Erneuerbare Energien (...)“ Das schrieb uns Marie-Luise Dött, umweltpolitische Sprecherin von CDU/CSU.