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News / Kampagnen

Der Elefanten-Wald auf Sumatra ist endlich geschützt

Feri Irawan (links) und Marhoni vor einem Baumriesen im Wald von Sepintun

Marhoni ist aufgeregt. Zum ersten Mal hält er eine Besitzurkunde über sein Land in den Händen – und über den Waldgarten, den seine Familie seit Generationen nutzt und bewahrt. Auch der Gemeinschaftswald seines Dorfes Sepintun gehört nun offiziell der Gemeinde. Für diesen Erfolg hat unser Partner Feri Irawan auf Sumatra hart verhandelt.

Seit 2013 besitzen Indonesiens Indigene das Recht auf ihr Land, der Staat darf es nicht mehr zur Rodung freigeben. Doch die Umsetzung in den weit verstreuten Gemeinden des riesigen Inselreiches ist langwierig. Dank Feris Einsatz gehören nun 2.000 Hektar Land und Wald auch offiziell den indigenen Suku Anak Dalam von Sepintun. „Endlich kann uns niemand mehr unser Land rauben und die wertvollen Urwaldbäume, von denen wir leben, abholzen“, freut sich Marhoni. Dazu zählen Riesen wie der „Bienenbaum“ aus der Familie der Schmetterlingsgewächse (Foto mit Feri und Marhoni). „Er wird von mehreren Bienenvölkern bewohnt: 120 Kilo Honig haben sie uns schon beschert!“

„Wenn der Wald geschützt ist, sind auch die Elefanten endlich sicher“, sagt Feri. Der Aktivist hatte den Behörden bewiesen, dass in Sepintun acht Elefantenkühe leben – nun darf ihr Habitat von niemandem mehr zerstört werden.


Benoa-Bucht auf Bali ist gerettet

Demo in Bali (© ForBALI)

Sandstrände, Mangroven, Korallenriffe und eine artenreiche Meeresfauna – die indonesische Insel Bali ist bei Urlaubern beliebt. Um die Naturschätze zu bewahren, stehen einige Küsten unter Schutz. Auch die Benoa-Bucht im Süden.

Ausgerechnet hier wollten Investoren eine künstliche Luxus-insel aufschütten. Dass daraus nichts wird, ist dem weltweiten Protest von Umweltschützern, Künstlern und Einwohnern zu verdanken. Auch Rettet den Regenwald hat 50.000 Unter-schriften gesammelt. Die Behörden haben sich schließlich dem Druck gebeugt: Die Benoa-Bucht bleibt Schutzgebiet.

Danke für Ihre Unterstützung!


Die Penan verteidigen ihren Wald

Blockade der Penan (© BMF)

Kreativ und erfolgreich haben die Bewohner der Gemeinde Long Tevenga im malaysischen Bundesstaat Sarawak ihren Wald gerettet: Die Penan bauten ein Haus quer über die Straße und stellten sich den Bulldozern der Holzfirma Lee Ling in den Weg. Die kam später mit der Polizei zurück.

Doch die Penan waren gut vorbereitet. Mittels Karten des Schweizer Bruno Manser Fonds, der seit vielen Jahren mit den Penan zusammenarbeitet, konnten sie die Behörden überzeugen, dass durch die geplante Abholzung ihre
traditionellen Rechte verletzt würden. Darauf forderte die Forstbehörde die Holzfirma auf, sich aus dem Wald der Penan zurückzuziehen.

Auch Rettet den Regenwald unterstützt seine Partner in Indonesien, auf den Philippinen und in anderen Ländern dabei, Karten über ihr Land zu erstellen. Sie sind der beste Schutz für die Regenwälder.